Im Jahre 1692:

Im Jahr 1692 beauftragen M.G. Baron de Hatzfeld von Wildenburg und der Drost Maximilian v. Weichs den Richter Halman zu Oedingen, den Herrn v. Bockholtz die angemaßte Jagd auf Klein- und Grobwild zu untersagen, ihn zu ermahnen, keine andere Jagd auszuüben, als Hans Lindlohe von altersher besessen habe, für die geschehenen Übergriffe Satisfaction zu verlangen und im Weigerungsfalle die Waffen mit Hilfe des Frohnen und der Schützen zu beschlagnahmen.

WZ 21 1861 S. 326

Quellen: Hömberg genealogische Abfolge der Adelsgeschlechter
Sammlung Arge 1000 J. Oedingen Hefter Nr. 1202

Im Jahre 1706:

1706 beantragt der Richter Melchior Gottfried Esleben zu Oedingen, das einseitige Jagd-Exercicium des Herrn v. Bucholtz innerhalb der Grenzen des Gerichts Oedingen abzustellen. Der Rentmeister Munker zu Crotorff erklärt dazu, da die Stuhlherren Gebot und Verbot von Fischerei und Jagd besäßen, sei es nicht notwendig gerichtlich gegen v. Bucholtz vorzugehen. Im Weigerungsfalle solle man die Hunde kurzerhand totschießen und die Jäger mit Hilfe der Schützen gefangennehmen und in den “ Simon unter dem Gerichtshaus setzen.“

WZ 21 1861 S 327 ff.

Quellen: Hömberg genealogische Abfolge der Adelsgeschlechter
Sammlung Arge 1000 J. Oedingen Hefter Nr. 1202

 

Im Jahre 1841:

Des Königs Majestät haben vermittelst Allerhöchsten Kabinetts Order zu bestimmen geruht, daß jede Schützengesellschaft, welche davon Anzeige machen will, daß bei ihr der beste Schuß im Namen seiner Majestät geschehen sei, jedesmal zugleich anzuzeigen habe, ob sie schon früher eine Königl. Gnadenerweisung erhalten hat und worin solche bestanden.

Vermerk Amtmann Kayser: „Derartige Gebräuche hier nicht vorgekommen“.

Berlin den 25.9.1841

Quellen: Sammlung Arge 1000 Jahr Oedingen, Hefter Nr. 1019,1
Archiv der Gemeinde Finnentrop. Nr.

 

Im Jahre 1843:

Taxe für öffentliche Lustbarkeiten in der Bürgermeisterei Serkenrode.

Für Tanzbelustigungen in gewöhnlichen Wirtshäusern 20Sgr.

Für dasselbe über die Polizeistunde hinaus 1 Thlr

Für Tanzbelustigungen bei Schützenfesten 20Sgr.

Für dasselbe über die Polizeistunde hinaus 1 Thlr.

Für eine Schauspiel Truppe, umherziehende Tierführer 2 Sgr.

Bemerkungen:

Nach dem höheren Orts vorgelegten Beschlusse der Gemeinde Deputierten vom 10.3.1843 sind bei dem großen und fortwährenden Mangel an Geld und den geringfügigen Einnahmen der Armenkasse, aber bei den seltenen Tanzbelustigungen im hiesigen Bezirke und den immer mehr zunehmenden Unterstützungen für die Armenpflege die nebenstehenden erhöhten Beträge als völlig entsprechend dringend beantragt. Von den Schützenfesten wurden, da diese meist mit höheren Orts genehmigten Statuten abgehalten und als gewöhnliche Belustigungen betrachtet werden, von den Wirten immer die gewöhnlichen Beiträge vergütet. Da nun die Armenkassen keine anderen als durch Umlagen aufzubringenden Einnahmen haben, so ist es dringend gewünscht, die nebenstehenden Vorschläge zu genehmigen.

 

Quellen: Sammlung Arge 1000 Jahr Oedingen Hefter Nr. 1019,1
Archiv der Gemeinde Finnentrop

Im Jahre 1844:

1844 wurde unter der Leitung des Gemeinde-Vorstehers Wiethoff in Oedingen eine Schützenfest angeordnet, an welchem fast sämtlich Bauern des Kirchspiels teilnahmen, behufs dessen ist unter anderem eine neue Kirchen- Schützenfahne zum Betrage von 70 Talern angeschafft. Dieses Volksfest zeichnete sich durch Ordnung und ausgedehnte Teilnahme gegen alle übrigen derartigen Feste hiesiger Gegend ausnahmsweise aus.

Serkenrode den 31.7.1845 Fried. Kayser

 

Quellen: Hefter Chronik
Archiv Pfarrgemeinde Oedingen

Im Jahre 1844:

 

  1. Schützenfest in Oedingen – Ankündigung und Einladung.

Am 7. u. 8. Juli findet hier zum erstenmal ein Schützenfest statt. Für ausgezeichnete Musik und gutes Bier haben wir besonders gesorgt. Jedem der uns Besuchenden sichern wir freundliche Aufnahme zu.

 

Oedingen den 26.Juni 1844 Der Schützenvorstand

 

Quellen: Olper Kreisblatt

Archiv ARGE

 

 

 

Im Jahre 1858:

 

Schreiben Regierung Arnsberg an Landrat Meschede (Auszug)

…., die polizeiliche Überwachung der Schützenfeste betreffend, erhalten die königl. Landräte Abschrift der an den Landrat zu Soest bezüglich des Ausschanks von Branntwein und ähnlichen Spirituosen an den Schützenfesten erlassenen Verfügung zu Kenntnisnahme.

Ein Bedürfnis auch in dieser Richtung gegen die Schützenfeste polizeilich einzuschreiten muß nach mehrfachen neueren Erfahrungen anerkannt werden und beauftragen wir daher die Landräte und Polizeibehörden fortan auf dem in der Verfügung v. 23.10. angedeuteten Wege bei sämtlichen Schützenfesten ohne Ausnahme den Ausschank von Branntwein, „Liqeuren“ und ähnlichen Spirituosen ganz abzustellen. Wünschenswert wäre es die Sitte oder vielmehr Unsitte des Freibiers, die bei den Feiern vieler Schützenfeste besteht, gleichzeitig zu beseitigen. Es muß dies indessen zunächst der außeramtlichen Einwirkung der Polizeibehörde überlassen bleiben. Dagegen werden die königl. Landräte in der Lage sein, in den Fällen der Entstehung neuer und der Rehabilitierung zeitweise sistierten Schützenfeste die Einrichtung des Freibiers auszuschließen.

 

Quellen: Sammlung Arge 1000 Jahr Oedingen, Hefter Nr. 1019,1

Archiv der Gemeinde Finnentrop. Nr.

 

 

 

 

Im Jahre 1859:

 

Statuten der Oedinger Schützengesellschaft. (Gedruckt von der Druckerei A. Harmann Meschede)

 

Quellen: Sammlung Arge 1000 Jahr. Oed. Hefter Nr. 1305,1

Staatsarchiv. Münster Kreis Meschede Landratsamt (LA)

 

 

 

Im Jahre 1859:

 

3.7.1859: Vorstandssitzung. Das Kapital des Schützenvereins belief sich auf 172 Thlr. 18Sgr. Der Betrag wurde dem Hauptmann J. Wiethoff ohne Kündigungsfrist u. weitere Garantien gegen 3 % jährlich überlassen.

 

Quellen: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

 

 

 

Im Jahre 1859:

 

26.6.1859: Erstes Protokoll der Schützenbruderschaft

Im Jahre 1844 wurde das erste Schützenfest der hiesigen Gemeinde gefeiert. Über die Entstehung desselben und die bis jetzt gefeierten Feste ist seither nichts niedergeschrieben worden. Um jedoch auch unsern Nachkommen etwas darauf bezügliches mitzuteilen ist beschlossen worden, von nun an ein sogenanntes Schützenbuch anzulegen u. darin alle Beschlüsse des zeitigen Vorstandes zu notieren.

Vorher aber wollen wir die Geschichte des Festes bis zu dem eben gefeierten diesjährigen in allgemeinen Umrissen durchgehen. Der leitende Gedanke bei Einrichtung dieses gemeinschaftlichen Schützenfestes war die Beseitigung der Fastnacht, Neujahrs und „Zacheus Tänzereien“, die ohne Aufsicht u. Leitung von der hiesigen Jugend gefeiert wurden. Es sollte ein Fest werden, bei dem sich Alt und Jung, Arm und Reich, Vornehm und Gering gleichmäßig beteiligen konnten. Dieser Zweck ist vollständig erreicht indem seit dem Jahre 1844 alle Winkeltänzereien in hiesiger Gemeinde aufgehört haben. Es sollte aber auch dazu dienen eine anständige Geselligkeit zu fördern, Freundschaften zwischen den einzelnen Schützenbrüdern herbeizuführen u. alte Feindschaften zu schlichten. Zum großen Teil ist auch dieser Zweck erreicht. Im ersten Jahre schon zeigte sich für das Fest eine rege Teilnahme sowohl von den Bewohnern der Gemeinde als von Fremden. Das Fest verlief in so ordentlicher Weise, daß Jeder davon befriedigt war u. die Einnahme war eine solche, daß ein nicht unbedeutender Überschuß schon zur Abtragung des Anlage Kapitals verwandt werden konnte. Die Feier fand in den folgenden Jahren ganz in derselben Weise statt mit Ausnahme der wenigen in denen das Fest aus verschiedenen Gründen nicht gefeiert worden ist. In Beziehung auf die Beschreibung derselben verweisen wir auf die in diesem Jahre gedruckten Statuten, von denen ein Exemplar angeheftet worden ist. Die Rechnungen ergaben das Resultat, daß nicht allein die im Anfange notwendig gemachten Schulden bezahlt, sondern schon ein anständiges Kapitälchen angelegt werden konnte. Von jetzt an will sich die Gesellschaft als eine Corporation betrachten u. sollen die Beschlüsse des Vorstandes in diesem Buche regelmäßig niedergeschrieben werden.

 

Der Schützenvorstand:

  1. Wiethoff, Hauptmann, W. Schröder, O. Schulte, J. Arens, B. Schulte,
  2. Gockel, Joseph Schmidt, Friederich Kersting

 

Quellen: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

 

 

 

Im Jahre 1860:

 

15.4.1860: Der Vorstand beschließt, daß das Fest auch in diesem Jahre stattfinden müsse, sprach sich jedoch ebenso einstimmig für Einstellung desselben im Falle einer Mobilmachung aus. Die Zeit desselben ist durch die Statuten auf den Sonntag vor oder nach Johannis festgesetzt.

Seit dem Bestehen des Festes hat der Gastwirt Friederich Kersting der Gesellschaft seine Wiese im Dorfe zum Tanzplatz überlassen u. dafür an Vergütung für das zur Einfriedung des Platzes gebrauchte Holz bezogen. Derselbe war anwesend u. bereit auch in diesem Jahre unter denselben Bedingungen der Gesellschaft den Platz zur Disposition zu stellen.

Es ist seit dem Bestehen des Schützenfestes den Mitgliedern und den Fremden bei einem Beitrage von 1 Thlr. 10 Sgr. für die Ersteren und einem täglichen Entre´ von 20 Sgr. für die Letzteren von der Gesellschaft freies Bier geliefert worden. Bei dieser Einrichtung haben sich aber Mängel herausgestellt, die durch die größte Aufmerksamkeit des Vorstandes nicht zu beseitigen waren. So wurde z.B. viel Bier vergeudet, durch die Hecken gereicht und manches Glas entwendet. Um diesem Übelstande abzuhelfen wurde beschlossen, daß zur Probe in diesem Jahre für Rechnung der Gesellschaft in 3 dazu eingerichteten Schenken Bier verkauft werden soll. Der Preis für 1/3 Quart Glas soll für „untergehriges Lagerbier“ 15 Pf. u. für ein Solches „obergehriges“ 1 Sgr. sein. Die anwesenden Bierbrauer F. Humberg und Kersting (Hermes) verpflichteten sich, das erforderliche Bier in guter Qualität abgezapt im Keller zu liefern.

Der Beschluß wurde in einer Vorstandssitzung am 17. Juni aufgehoben. “ …so glaubte der Vorstand, daß bei Beibehaltung des früheren Usus eine größere Fidelität und Gemütlichkeit zu erzielen sei“

 

Quellen: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

 

 

 

Im Jahre 1860:

 

25.7.1860: Nachdem heute am 2. Tage des Festes der Geck abgeschossen war und sich die Schützen im Hofe versammelt hatten, wurde zur Wahl (des Vorstandes) geschritten. Die Zahl der Stimmenden betrug 46

 

Quellen: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

 

 

 

Im Jahre 1861:

 

3.6.1861: Der Hauptmann eröffnete die Versammlung unter Verlesung eines Antrages von 15 jungen Leuten des hiesigen Kirchspiels dahingehend, den Beschluß vom 24.3. aufzuheben. Unter Berücksichtigung der in diesem Antrage entwickelten Gründe und namentlich der in Aussicht gestellten Opfer, zu denen sich die jungen Leute bereit erklärt, beschloß der Vorstand den Beschluß v. 24.3. aufzuheben und soll in diesem Jahre ein Schützenfest stattfinden, jedoch unter der Bedingung, daß die jungen Leute unter sich die Kosten für die augenblicklich vorgenommene Reparatur der Orgel im Betrag von ungefähr 36 Thlr aufbringen.

 

Quellen: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

 

 

 

Im Jahre 1861:

 

24.3.1861: Es wurde beschlossen, in diesem Jahre kein Schützenfest zu feiern. Dagegen wurde in Aussicht gestellt, daß im Laufe des Sommers zur Beruhigung der tanzlustigen Jugend wenigstens einmal im Sommer ein Schützenball stattfinden sollte.

 

Quellen: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

 

 

 

Im Jahre 1863:

 

Das Schützenfest zu Oedingen wird am 28. u.29. Juni in dem neuerbauten Schützenhause gefeiert. Es ladet ein der Vorstand.

 

Quellen: Olper Kreisblatt

Sammlung Arge 1000 J Oedingen Hefter 1402

 

 

 

 

Im Jahre 1863:

 

1.3.1863: Vorstandssitzung der Schützengesellschaft

Da das hiesige Fest in Ermangelung eines eigenen Platzes, eine Zeltes oder bedeckten Gebäudes seither häufiger zum Ärger und Schaden der Gesellschaft von der Witterung abhängig gewesen ist, so wurde schon längst allseitig das Bedürfnis anerkannt einen eigenen Platz mit einem bedeckten Gebäude darauf zu besitzen. Die vorrätige Geldmittel reichen allerdings zur Beschaffung einer solchen Besitzung nicht aus, allein der Vorstand ist der Ansicht, daß die deshalb zu contrahierenden? Schulden durch die zu erwartenden Überschüsse wenigstens in den ersten 10 Jahren zu decken sein werden. Es soll also der Vorstand zu dieser Anlage angemacht werden, wird der Hauptmann mit dem Führer D. Humberg u. Friedr. Kerstig beauftragt die Erwerbung des Platzes und die Beschaffung eines Planes zu dem Gebäude zu veranlassen. Die Führer W. Schröder, D. Noecker u W. Hümmler werden deputiert den billigsten Bezug des Holzes zu ermitteln.

8.3.1863: Das Holz wurde in Dorlar für 250 Thlr.gekauft. ( 100 Stck Tannen)

 

Quellen: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

 

 

Im Jahre 1863:

 

10.5.1863: Einladung aller Schützenbrüder zur Generalversammlung betr. Beteiligung an dem neu zu bauenden Schützenhause.

Außer den nebenstehend verzeichneten Vorstandsmitgliedern waren nur sehr wenige Schützenbrüder erschienen u. damit an den Tag gelegt, daß an eine allseitige Beteiligung an dem Baue und eine dadurch bedingte solidarische Haftbarkeit für die zu contrahierenden Schulden nicht zu denken ist. Der Bau ist bereits so weit fortgeschritten, daß derselbe unter allen Umständen fortgesetzt werden muß. Es wurde daher beschlossen denselben auf Aktien a 10 Thlr auszuführen, und sich von Seiten der Gesellschaft mit dem Vermögen bestehend in dem bereit angewiesenen und verausgabten ca 300 Thlr. an dem Unternehmen zu beteiligen.

Es zeichneten an Actien:

 

Hermann Qunike s. Schulte, Burbecke 8 O. Neuß Hausvalbert 1

Joh. Arens , hier 3 Jos. Hilchenbach aufm Berge 1 Joh. Noecker , Leggen hier 1 Anton Dünnebacke hier 2

Aug. Greven 1 Ph Willeke 1

Wilh.Dünnebacke, Gerling hier 1 Joh. Schulte Schöndelt 3

Wilh. Schröder, hier 7 Wilh. Hümmler, hier 7

  1. Noecker Oed. Berg 15 D. Humberg, hier 21

Friedr. Kersting hier 7 Frz. Humberg, hier 15

  1. Ritter Schmallenberg 1 Rest für Wiethoff 25

 

Es ist also das Unternehmen eine reines Privatgeschäft geworden und wurde daher zwischen dem Vorstande der Gesellschaft u. den Actionären folgender Contract abgeschlossen:

  1. Die vorstehend namentlich genannten Actionäre verpflichten sich der Gesellschaft gegenüber noch in diesem Jahr den Bau vor dem Feste so weit zu fördern, daß das Dach u. eine provisorische Bedielung nach dem vorliegenden Plane fertig ist und das Fest darin gefeiert werden kann.

 

  1. Von den im diesem Jahr zu erwartenden Überschüssen soll im nächsten Jahre der Ausbau vollendet u. für die Überschüsse der späteren Jahre der Ausbau vollendet u. für die Überschüsse der späteren Jahre so lange Aktien angekauft werden bis die Gesellschaft das ganze Bau Kapital bezahlt hat. Alsdann geht das alleinige Eigentumsrecht selbstverständlich auf die Gesellschaft über.

 

  1. Bis dahin bleibt das Gebäude Eigentum der Aktionäre u. behalten sich dieselben vor nach Maßgabe der Beteiligung davon jeden beliebigen Gebrauch zu machen.

 

  1. Die Gesellschaft verpflichtet sich, zehn nacheinander folgende Jahre das Fest in dem Gebäude zu feiern u. garantiert den Aktionären nicht allein das Kapital sondern auch jährlich fünf % Zinsen durch ihr gegenwärtige in Aktien angelegtes Vermögen u. durch die zu erwartenden jährlichen Überschüsse.

 

Quellen: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

 

 

 

Im Jahre 1864:

 

29.8.1864: Als König nimmt an der Vorstandssitzung teil, A. Dünnebacke jr.

 

Quellen: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

 

 

 

Im Jahre 1864:

 

27.7.1864: Anlangend bei der Fortsetzung des Wegebaus vom Oedingerberg durch den Ort Oedingen im Anschlusse der Staatsstraße daselbst, so wurde diese bisher deshalb vertagt, weil bekanntlich u nach dem festgestellten Etat für Kommunal, Kirchen und Schulausgaben über 13 % der Staatssteuer zu Poü…? hatte, auf im Laufe der letzten 2 Jahre vermöge eines jüngst beendigten Prozesses unter den Privaten Veltins u Hillecke u Cons. nun mehr eine günstige Resolution für die Gemeinde daher auftaucht, damit Wege im Orte nicht in der Richtung des Hohlweges sondern zur Seite über die Gehöfte der oben genannten zu gehen worüber bereits die Zustimmung der Grundbesitzer gewonnen und Ausarbeitungen für den ……? dieser Richtung vorgelegt sind. Mit Entschluß des damit in Verbindung tretenden Neubaus einer massiven Brücke berechnen sich die Kosten auf 1113 Thlr. und weil er nur durch Umlage aufzubringen 140 % der Staatssteuer fordert. Hieraus folgert zunächst, das sich die Ausführung der oben genannten Strecke bis auf heute vertagen mußte nichtsdestoweniger war aber der alte vorhandene Weg als ein unbrauchbarer oder sogar lebensgefährlicher nicht zu bezeichnen. Die diesfältigen Ausführungen in den Beschwerden des Amtmann Röper und endlich auch den Gemeinde Vorstehers Schulte beruhen daher auf wenigen Voraussetzungen…..nur in Betreff der Auslassungen des Vorstehers Schulte verwundern, daß die Gemeinde Oedingen die Kosten für ein erbautes Schützenzelt nie durch Umlage aufgebracht hat, daß vielmehr C..? Corporation getrennte Rechnungen führen. ….(Es wird weiter eine Fußbrücke in Oedingen wohl über den Bach in der Nähe von Dünnebacke erwähnt.)

Das Fixum für die Führung der Ortskassenrechnung Oedingen wird auf Antrag des Rendanten von 1864 ab bis auf Widerruf von 1 Thlr.10 Sgr. auf 2 Thlr.10Sgr hiermit festgesetzt weil durch die Besoldung des Nachtwächters die Erhebung einer Umlage nötig wird.

 

Unterschriften: Wiethoff (stellvertr. Vorsteher) Schröder Vorsteher

Anwesend waren die Verordneten: W.Hümmeler, F. Hilchenbach, A. Mester,

  1. Schulte, F. Wiethoff.

 

Vorsteher Schröder, Amtmann Kayser.

 

Quellen: Protokoll der Gemeinde Oedingen, Seite 211-219

 

 

 

 

Im Jahre 1864:

 

3.4.1864: Vorstandssitzung der Schützengesellschaft. Als König nimmt teil : Max Schulte.

Der von dem Herrn Gewerker Ferd. Gabriel aus Eslohe pro Ruthe zu 1 Thlr, 22 1/2 Sgr angekaufte Platz ist noch nicht vermessen und kann daher der Kaufpreis auch nicht genau festgestellt werden und der Herr Gabriel das Kapital zu 4% jährlich stehen zu lassen erbötig ist, so müssen demselben davon am 1. Juli d. J. zum erstenmal die Zinsen gezahlt und die Steuer darauf bis zur Umschreibung vergütet werden.

Bis zum nächsten Jahre soll im Hause angelegt werden: 12 Fenster, 2 Türen, Tische + Bänke.

 

Quellen: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

 

 

 

Im Jahre 1865:

 

11.6.1864: Da der vorjährige Schützenkönig Anton Dünnebacke jr. im Laufe des Jahres nach Amerika ausgewandert ist, wird seinem Vater die Königswürde übertragen.

Vielseitig sind die in den zwei letzten Jahren stattgehabten Nachtsbälle als ein Mißstand u. den Verhältnissen nicht entsprechend bezeichnet worden. Es sollen daher dieselben in diesem Jahre ausfallen.

Um für die Mehrausgaben der einzelnen Schützen ( Beitragserhöhung) einen Ersatz zu geben, soll der Schluß des Tanzvergnügens nicht wie bisher um 9 Uhr des Abends sondern 1 Stunde länger bis 10 Uhr stattfinden.

Als König nimmt an der Vorstandssitzung teil Herr Hindermann.

 

Quellen: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

 

 

 

Im Jahre 1867:

 

19.5.1867: Wegen der Kriegsunruhen des vorigen Jahres ist das eigentliche Schützenfest unterblieben u. dagegen am 7.+8. Okt. ein Schützenball gefeiert worden.

 

Quellen: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

 

 

Im Jahre 1868:

 

24.2.1868: Als König nimmt an der Vorstandssitzung teil : Johann Linn

Der Überschuß des vergangen Jahres in Höhe von 63 Thlr. wurde dem Hauptmann zur Verwahrung gegeben, derselbe wurde beauftragt dieses Geld noch vor dem Winter zum Decken des Baches zu verwenden.

 

Quellen: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

 

 

 

Im Jahre 1869:

 

31.03.1869: … Auch dürfen keine Buden mit Waren und Backsachen geduldet werden. Soll das Fest bestehen bleiben, dann bitten wir diesen unseren Wünschen nachzukommen, ist man aber geneigt es zu verderben u. will man durchaus den Wünschen der meisten Schützenbrüder nicht nachkommen , dann tragen wir hiermit gleichzeitig darauf an: uns bisherigen Mitgliedern des Schützenvereins als Mitglieder zu streichen.

Oedingen den 31. März 1869 gez. D. Humberg jun.

 

Der Hauptmann J. Wiethoff erklärte darauf seinen Rücktritt und berief eine Generalversammlung ein.

Unterzeichnet mit: Wiethoff, Schützenhauptmann a.D.

 

Quellen: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

 

 

 

Im Jahre 1869:

 

2.5.1869: In der Vorstandssitzung erklärte sich Wiethoff bereit um das Zustandekommen des Festes nicht zu hindern, die Führung für dieses Jahr noch einmal zu übernehmen.

Es wurde beschlossen: Es soll in diesem Jahr noch einmal mit Freibier versucht werden. Da aber bei dieser Einrichtung nach den gemachten Erfahrungen eine äußerst schwierige ist, so wurde auf den Vorschlag des Hauptmanns aus dem Vorstand eine Commission von 3 Mitgliedern gewählt, deren Aufgabe es sein soll, für die richtige Ablieferung des Biers seitens der Brauerei, für Aufstellung der erforderlichen Bierzapfen, für Schließung der Bierbuden täglich nach Beendigung des Festes zu sorgen.

Außerdem wird es für zweckmäßig erachtet, daß außerhalb des Zeltes in einer zu diesem Zwecke aufgerichteten Bude Wein, Butterbröder u. Zigarren für Rechnung der Gesellschaft verabreicht wird.

6 Vorstandsmitglieder erboten sich, die desolate Vogelstange zu untersuchen.

Der Hauptmann wurde bevollmächtigt eine neue Schützenfahne mit dem Bildnisse des hl. Bischof „Burgardus“ im Werte von 60-70 Thlr. für Rechnung der Gesellschaft zu beschaffen.

Die Schützenbrüder sollen zur Auszeichnung ein Horn von Bronze an der Mütze tragen. Es wurden 150 Stück beschafft.

 

Quellen: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

 

 

Im Jahre 1869:

 

ohne Datum: Als vorjähriger Schützenkönig wird Josef Hümmeler genannt.

 

Quellen: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

 

 

 

Im Jahre 1872:

 

14.4.1872: Freibier ist ausgeschlossen u. wird in dieser Beziehung auf den Beschluß v. 19.3.1867 verwiesen mit der Änderung jedoch, daß der Beitrag für Schützen auf 1 Thlr. 15 Sgr festgesetzt wird.

  1. Juli 1872 Wie gegen den Vorstandsbeschluß v. 21.3.1869 so war auch in diesem Jahre gegen den Beschluß vom 14.4. von einem kleine Teile der Schützenbrüder mündlich Beschwerde erhoben und von denselben Freibier mit Ausschluß der Restauration verlangt. Da der Vorstand dem Verlangen nicht Folge zu geben dürfte glaubte so macht jener Teil meine sich von der Gesellschaft zu trennen und ein eigenes Fest zu veranstalten. Es wurde eine Generalversammlung einberufen und ein Kompromiss geschlossen, daß Freibier ausgeschlossen bleibt und die Bierschenke für Rechnung der Gesellschaft geführt wird, dagegen wurde der Wegfall der Restauration zugegeben.

Da die Vorstandsmitglieder sich zu der Ansicht berechtigt glaubten, daß sie nach den vorgekommenen Oppositionen das Vertrauen der Schützenbrüder nicht mehr in ausreichendem Maße besitzen, so legten dieselben am dritten Tage in Corporee ihre Stellung nieder u. stellten der Gesellschaft anheim, einen ganz neuen Vorstand aus ihrer Mitte zu wählen.

Der Hauptmann (wieder Wiethoff) nahm in einer Ansprache Veranlassung, der Gesellschaft zu erklären, daß von nun an die Vorstandsbeschlüsse strikte zur Ausführung gebracht werden.

 

Quellen: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

 

 

 

Im Jahre 1872:

 

14.7.1872: Generalversammlung der Schützengesellschaft. (Auszug)

Wie gegen den Vorstandsbeschluß vom 21.3.1869 so war auch in diesem Jahre gegen den Beschuß vom 14.4. von einem kleinen Teile der Schützenbrüder mündlich Beschwerde erhoben und von denselben Freibier mit Ausschluß der Restauration verlangt.

So machte jener Teil meine sich von der Gesellschaft zu trennen und ein eigenes Fest zu veranstalten.

Der Vorstand trat in Corpore zurück. Es wurde ein neuer Vorstand gewählt.

 

Quellen: Sammlung Arge 1000 Jahr Oedingen Hefter Nr. 1019,1

Archiv der Gemeinde Finnentrop. Nr.

 

 

 

 

Im Jahre 1873:

 

14.9.1873: Auf heute den 14. Sept. 1873 war eine Generalversammlung anberaumt und kam folgendes zu Verhandlung:

 

  1. Weil kürzlich die neu angelegte Vereinsfahne anlangte sind also durch selbe aufs neue Auslagen entstanden und sind diese wieder in Summa mit 117 Thl. vom Kaufmann D. Humberg bestritten resp. gedeckt.

 

  1. Betrugen die Schulden des Vereins laut dem Beschlusse vom 10.8. 162 Thl hinzu nun die vorerwähnten 117 Thlr im ganzen 285 Thl. was hiermit nun als Schulden des Vereins anerkannt wird.

 

  1. Wurde nun dahin beschlossen, daß diese Forderung des Kaufmanns D. Humberg jährlich nun mit 5% verzinst werden soll und das so lange bis die vollständige Deckung derselben von Seitens des Vereins gestellt ist.

 

  1. Um nun die Deckung möglich zu machen ist beschlossen, daß erstens eine billigere Musik zu bestellen sei, statt Freibier das Bier im Interesse der Gesellschaft das Glas 1/3 Ltr. Gläser erwählt sind, 1 Sgr durch zu extra zu erwählten Mitgliedern zu verschenken und diese durch den Vorstand zu kontrollieren.

 

  1. Soll mit der Schützengesellschaft eine Einigung betreffend der Miete des Zeltes zu betreffendem Feste angestrebt und dahin gewirkt werden, daß sich die Schützenmitgl. mehrmöglichs am Feste beteiligen.

 

Unterschriften: W. Hassler, Joh. Tausch, Jos. Kesting, Jos. Schulte, Aug. Arens, Anton Sternberg, Aug. Linn, Anton Linn, E. Schulte, Josef Erwes, F. Humberg jr., Joh. Feleny, Karl Fobel. Wilh. Dünnebacke, Franz Rabe, Anton Fleper, Wilhelm Linn, C. Erwes

 

Quellen: Protokoll des Kriegervereins Oedingen

 

 

 

 

Im Jahre 1874:

 

26.4.1874: Mit 12 gegen 1 Stimme wurde beschlossen, in diesem Jahre kein Schützenfest zu feiern und zwar in Berücksichtigung der augenblicklichen kirchlichen Verhältnisse. ??

 

Quellen: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

 

 

 

Im Jahre 1874:

 

ohne Datum: Klage der Schützengesellschaft Oedingen gegen 5 Aktionäre des Schützenzeltes Kläger: 44 Mitglieder der Schützengesellschaft ( Namen sind alle aufgeführt, vermutlich alle Mitglieder)

 

Beklagte: Kaufmann Jos. Wiethoff, Müller, W. Hümmler, Gastwirt F. Kersting (Hermes), Bierbrauer F. Humberg, sämtlich Oedingen, Oekonom D. Noeker, Oedingerberg,

 

Klageschrift: In Oedingen besteht eine Schützengesellschaft, deren Mitglieder Parteien sind. Im Winter 1862 zu 1863 beschloß dieselbe von dem Gewerke Gabriel zu Eslohe ein Grundstück Flur IX Nr. 434/123 der Steuergemeinde Oedingen anzukaufen und darauf ein Schützenzelt zu bauen. Mit dem Ankaufe beauftragte dieselbe ihren Vorstand welcher wiederum den Mitangeklagten Jos. Wiethoff damit weiter beauftragte. Dieser hat dann auch das Grundstück wie er eidlich nicht leugnen wird, Namens der Schützengesellschaft erworben und die Übergabe an die Gesellschaft hat stattgefunden.

Gabriel erhielt seinerzeit die Verkaufssumme nicht bezahlt sondern erhält alljährlich von der Gesellschaft die Zinsen, wie solches durch die Gesellschaft bewiesen werden kann.

Von der Gesellschaft ist dann auch im Jahre 1863 das Schützenzelt erbaut. Zum Bau wurde ein 400 Thlr Gesellschaftsvermögen verwendet und das übrige Baugeld, etwa 2100 Thlr. gegen Ausgabe von Actien a 10 Thlr verzinslich zu 5% an die Gesellschaftsmitglieder aufgebracht.

Weil sich seinerzeit nicht jedes Mitglied an diesem Unternahmen beteiligen konnte, so wurde ein Vertrag aufgenommen, nach welchem sich die Gesellschaft den Aktionären gegenüber mit ihrem Fond für Aufbringung der Zinsen verbürgte und dahingegen räumten die Aktionäre der Gesellschaft das Recht ein, mit den jährlich erzielenden Überschüssen, nach Abzahlung der Zinsen noch Aktien abtragen zu können und sich auf diese Weise zu der alleinigen Eigentümerin des Zeltes zu machen und setzte dazu vorläufig eine Zeit von 10 Jahren fest.

Die Überschüsse der ersten Jahre wurden dazu benutzt, die Kosten für den inneren Ausbau damit zu bestreiten und die Überschüsse der späteren Jahre sind benutzt, zwei Seiten des Zeltes mit Schiefer bekleiden zu lassen und außerdem für 800 Thlr Aktien einzulösen.

Seit dem Jahre 1863 hat die Gesellschaft jährlich mit Ausnahme der Kriegszeiten ihr Fest im Zelt gefeiert.

Die Aktionäre des Zeltes wurden mit Dez. letzten Jahres und mit Januar dieses Jahres von dem Verklagten J. Wiethoff hier zu einem Beschlusse eingeladen und somit war auch der mitverklagte D. Humberg, der auch Aktien besitzt, zu diesem Beschlusse erschienen. In der Versammlung wurde vorgetragen, daß der Maschinenbauer W. Schröder, hier, das Zelt auf fünf Jahre anzupachten beabsichtige und zwar zu einer Maschinenwerkstätte unter Aufstellung einer Locomobile. Schröder gab seinen Plan an, wie er die Einrichtung treffen wolle und was er dafür als Mietentschädigung zu geben gedächte.

  1. Humberg erwähnt, daß wo die Gesellschaft mit ihrem Vermögen und den angekauften Aktien partizipieren, dieselbe auch unbedingt mit zu Rate gezogen werden müsse, was ihm von den Verklagten mit Ausnahme des F. Humberg, der nicht gegenwärtig war, sich aber dennoch aus Rücksicht später unterzeichnet hat, bestritten wurde indem die Gesellschaft zwar kein Stimmrecht habe. D. Humberg hat, weil man also der Gesellschaft kein Stimmrecht einräumen wollte, gegen den Beschluß Verwahrung eingelegt und fungiert nun mit als Kläger. Ein anderer Aktionär, Herr Quinke aus Burbecke ist auch in der Versammlung nicht gewesen, hat auch bis heute nicht unterzeichnet und ist daher auch gegen diesen keine Klage erhoben.

Die Beklagten sind noch Aktionäre der Gesellschaft für ca. 900 – 1000Thlr und der Verklagte J. Wiethoff auch Hauptmann der Gesellschaft. Dieselben haben sich nun unter dem Vorgeben dazu berechtigt zu sein, eine Disposition über das Schützenzelt angemaßt indem sie solches auf längere Zeit an den W. Schröder vermietet haben. Dieser hat einen Umbau darin vorgenommen und eine Locomobile aufgestellt, die jedoch noch nicht im Betriebe ist weil noch nicht alles dazu in Ordnung ist.

Verklagte sind hierzu aber nicht berechtigt um so weniger, weil der größte Teil der Schützengesellschafts Mitglieder dawieder und der ganze Zweck des Schützenzeltes vereitelt wird. Letzteres kann durch Gutachten bewiesen werden. Im Übrigen wird zum Beweise der Eid angeboten und auf das beim Hauptmann Wiethoff liegende und vom Vorstand geführte Protokollbuch Bezug genommen.

Es wird beantragt: zu erkennen, daß Verklagte nicht berechtigt über das Schützenzelt in der Art zu disponieren, daß sie dasselbe zur Errichtung einer Maschinenwerkstätte darin vermietet haben, eine solche Art der Benutzung auch nicht statthaft sei, auch den Verklagten die Kosten aufzulegen.

Zugleich bevollmächtigen wir mit der ferneren Führung des Prozesses den Mitkläger Wilh Hassler hier.

 

Oedingen den 22. April 1874

 

Als Mitglieder der Gesellschaft sind namentlich aufgeführt:

Wilhelm Hassler, Oedingen D. Humberg, Oedingen Josef Kumpf, Oberelspe

Josef Schulte, Oedingerberg Theo Mönig, Oedingerbg.,Josef Hinders, Obervalb.

Jos. Fühlung, Permecke Jos. Stratmann, Oed-bg.,Franz Hilleke, Oedingen

Franz Blaufus, Oedingen Anton Mette, Oedingen Qurinus Schulte, Oed.

Carl Göbel, Oedingen Max Schulte, Oedingen Ho. Schulte, Schöndelt

Jos. Tausch, Brenschede Ho. Tausch, Brenschede Josef Blaufus, Oedingen

Bernh. Büchte, Oedingen Peter Grewe, Oedingen Anton Linn, Oedingen

Anton Rauterkus, Oedingen, Wilhelm Linn Oedingen Carl Rabe, Oedingen

Augustinus Arens, Oedingen Josef Schulte, Brensch.,Anton Huster, Oedongen

Anton Sternberg, Oedingermühle F. Gödde gnt.Vogt,Leckm.Josef Arens, Oedingen

August Hilleke, Oedingen Josef Greve, Obervalb., Josef Grünhage, Leckmart

Franz Josef Kemper, Schwartm. Friedr. Berghoff,Oedbg.,Wilh. Gerling, Oedingen

Josef Beste, Brenschede Theod. Geueke, Brensch.,Ho.Geueke, Brenschede

Ferd. Noeker, Brenschede Anton Noeker, Brensch., Ferd. Schulte, Brensch.

Qurinus Schulte, Oedingen

 

und mehrere Andere, deren Namen noch nachträglich eingereicht werden sollen.

(Büchte wird in einem Schriftsatz mit dem Beruf “ Strumpfwirker „genannt.)

 

Quellen: Archiv Nöcker/ Hinders Oedingerberg

 

 

 

 

Im Jahre 1876:

 

24./25. Juni 1876: Aufgeführt sind die Namen von 72 mit dem Vermerk:

Vorstehende Aufstellung ist auf Grund der Anmeldung der Schützenbrüder pro 1876 von dem unterzeichneten Hauptmann (Wiethoff) geschehen. Es bilden also die vorstehend namhaft gemachten die rechtmäßige Schützengesellschaft und sind alle übrigen hier nicht aufgeführten, namentlich die nachstehend verzeichneten 27 ihrer Mitgliedschaft nach Par. 2 der Statuten verlustig und werden hiermit ausgeschlossen.

 

Quellen: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

 

 

 

Im Jahre 1876:

 

5.6.1876: Das Vorstandsmitglied Pl. Willeke schlug vor, zwischen den zwei sich einander augenblicklich feindlich gegenüberstehenden Parteien eine Wiedervereinigung zu versuchen und erbot sich unter Assistens des Herrn Pfarrers Hardebusch und des Vorstandsmitgliedes Max Schulte in den ersten Tagen über das Gelingen des Sühneversuches dem Hauptmann Mitteilung zu machen.

 

Quellen: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

 

 

 

Im Jahre 1876:

 

11.6.1876: Der Mitanwesende Maschinen-Fabrikant W. Schröder erbietet sich das Schützenhaus käuflich zu erwerben. Er bezahlt alle darauf noch haftenden Aktien samt den noch rückständigen Zinsen und zahlt an die Schützengesellschaft 300 Thlr. was unter Hinzurechnung des bereits von ihm erworbenen und bezahlten Platzes bis hierher einen Kaufpreis von 1926 Thlr. repräsentiert.

(Der folgende Absatz ist durchgestrichen dürfte aber den Hintergrund erhellen) Das Kriegerfest hört unter diesem Namen auf und soll nächstens nur ein Schützenfest gefeiert werden. Dagegen übernimmt die Schützengesellschaft die bis zum diesjährigen Feste nachgewiesenen Schulden des Kriegervereins bis zu Höhe von 300 Thlr.

Fabrikant Schröder erbot sich im Interesse einer Einigung auf allgemeinen Wunsch außer den berechneten 1926 Thlr noch 74 Thlr zuzusetzen, also die Kaufsumme auf 2000 Thlr zu erhöhen und demnach statt der aufgeführten 300 Thlr. 374 Thlr bei Erfüllung der übrigen ausgesprochenen Bedingungen heraus zu zahlen.

Es wurde also die Frage gestellt, soll auf das Angebot des Herrn Schröder eingegangen werden oder nicht. Die Frage wurde mit 12 Stimmen bejaht, die übrigen von Nr.13-20 aufgeführten Vorstandsmitglieder hatten sich vor der Fragestellung entfernt und dadurch zu erkennen gegeben, daß sie eine Wiedervereinigung nicht wünschten.

 

Quellen: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

 

 

Im Jahre 1877:

 

7.1.1877: Am 7. Aug. 1875 hat auf Veranlassung des Daniel Humberg jun. der größte Teil der vorstehend als ausgewiesen bezeichneten Personen unbefugterweise eine Versammlung abgehalten und sich dadurch freiwillig und öffentlich von der seither bestandenen Schützengesellschaft ausgeschlossen, daß dieselben den in richtiger und statutenmäßiger Form gewählten Hauptmann und Fähnrich ihres Amtes entsetzten und an deren Stelle ganz andere Personen wählten.

 

Quellen: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

 

 

 

Im Jahre 1877:

 

30.6.1877: In der heutigen Generalversammlung der hiesigen Schützengesellschaft machte der Hauptmann den Vorschlag, das auf Flur IX Nr. 436/123 stehende Schützenzelt an den Fabrikanten W. Schröder heute käuflich abzutreten und zwar unter den folgenden Bedingungen:

Der J. Schröder hat die noch auf dem Gebäude haftenden Schulden zum größten Teile schon wirklich übernommen. Außerdem zahlt derselbe an den Schützenvorstand einen noch auf dem Gebäude haftende Forderung von 336 Thlr oder 1008 Mark, die der letztere abzutragen sich verpflichtet. Ankäufer hat sich zu verpflichten der Schützengesellschaft dreihundert Thaler oder neunhundert Mark herauszuzahlen über deren Verwendung in der nächsten Vorstandsversammlung Beschluß gefaßt werden soll. Die Versammlung stimmte dem Vorschlag einstimmig zu.

 

Quellen: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

 

 

 

Im Jahre 1877:

 

17.3.1877: Aus den am 17.3.1877 beschlossenen Statuten der Schützengesellschaft Oedingen. (10 Seiten), Auszug:

 

Verlust der Mitgliedschaft:

Wenn ein Mitglied der Anordnung des Hauptmann keine Folge leistet oder sich in Opposition gegen die Beschlüsse des Vorstandes setzt.

Wenn ein Schütze sich mit dem Gewehre unvernünftig benimmt oder wissentlich mit einem mangelhaften Gewehre schießt.

Wenn einer Bier oder sonstige Inventarstücke der Gesellschaft verschleppt.

Wenn einer auch außer der Schützenfestzeit sich einer unmoralischen Tat schuldig macht.

 

Die Wahl (zum Vorstand) geschieht am zweiten Morgen des Festes im Schützenhofe.

 

Zur Aufrechterhaltung der Ordnung beim Schießen und zur Verhütung von Unglücksfällen sind die nachstehenden Bestimmungen genau zu beachten.

 

Die Offiziere haben vorher die Gewehre zu untersuchen und verdächtigt scheinende zurückzuweisen.

 

Von keinem Schützen dürfen zwei Kugeln oder eine zu große Ladung in das Gewehr getan werden.

 

Jedes Gewehr muß mit aufwärts gerichtetem Laufe zu dem Schießstande gebracht und erst dort das Zündhütchen aufgesteckt werden.

 

Der König nimmt vor Ankunft auf dem Schützenhofe den Parademarsch ab.

 

Das Tabakrauchen ist während des Tanzens unbedingt untersagt.

 

Kein Schütze darf ein geladenes Gewehr im Zuge mit sich führen.

 

Unterschriften des Vorstandes:

Joh. Gies Bern. Büchte Jos. Hilchenbach

Franz Willeke Jos. Nöcker Casp. Schulte

Aug. Dünnebacke Jos. Hümmmeler Jos. Schulte

H.Schröder J.Wiethoff

 

Quellen: Sammlung Arge 1000 Jahr Oed. Hefter Nr. 1019,1

Archiv der Gemeinde Finnentrop. Nr

 

 

 

Im Jahre 1878:

 

10.2.1878: Generalversammlung des Kriegervereins.

Was den ersten Posten betrifft, so wurde die Rechnungslage deshalb bis heute aufgeschoben weil noch alles polizeilich in Ordnung sein soll um gleichzeitig den Vereinsmitgliedern, die dem Verein gemachten Schwierigkeiten Seitens unserer Polizeiverwaltung nicht vorzuenthalten. Wie einem jeden unserer Mitglieder bekannt ist wurde Seitens unseres Herrn Amtmann, trotz frühzeitigem Einkommen die Zusage zu unserer Festlichkeit nicht eher erteilt bis eine sogenannte, sich jetzt als Schützengesellschaft ….de Verbindung ebenfalls um ihr Fest eingekommen war, und die noch gerade die Tage wählte, welche anfangs von uns als Festtage bestimmt worden waren. Also wir mußten unser Fest trotz frühzeitiger Anmeldung damit versetzen weil es dem Amtmann zu Serkenrode sein Wille war.

Nachdem nun das Fest versetzt worden war und vollständig begonnen hatte kam auch die polizeiliche Erlaubnis brieflich an aber nur alles für einen Tag und waren damit dem Verein neue Schwierigkeiten gemacht weil alles und Musik für zwei Tage bestellt worden waren! Es mußte deshalb zunächst Herr Hindermann nach Meschede zum Herrn Landrat und nachdem das wenig fruchtete mußte noch Herr Carl Erwes zum Herrn Landrat welcher uns da noch den II. Tag genehmigte.

Die Verfügung des II. Tages welche Anfangs einkam, war infolge eines Schriftstückes aus hiesiger Gemeinde an den Herrn Landrat versandt worden war erfolgt, in diesem Schriftstück war unser Verein als eines der miserabelsten Institute bloß gestellt und hatten die Mitglieder desselben keine Kartoffeln viel weniger Fleisch und Geld um das Fest feiern zu können. So soll in dem betreffenden Schriftstücke ungefähr gestanden haben was Herr Hindermann bei seiner Vernehmung in Serkenrode selbst gesehen hatte. Die Namens Unterschriften hatten die ….? Ökonomen …………..?, aber das auffallende der Sache ist das, daß niemand ein ähnlichen Inhalt verzeichnetes Dokument unterschrieben haben will. Somit liegt es klar vor, daß der Verfasser jenes Schriftstückes nur den Plan verfolgt hat, um den hiesigen Kriegerverein bei der höheren Behörde zu schwärzen und als Folge dessen das Hinsiechen desselben zu bewirken.

Es sind durch diese Angelegenheiten dem Verein große Kosten aufgebürdet.

Was nun am Auffallendsten noch werden mußte, war die Angelegenheit, die gegen unseren Hauptmann Herrn Hindermann ins Werk gesetzt worden war. Derselbe war nämlich von Jos. Schröder, Sohn unseres Vorstehers Schröder denunziert, daß wir einen Zug ohne polizeiliche ….? durch den Ort bewirkt haben, was ange…? hätte. Diese Anklage ist als eine durchaus rachsüchtige zu bezeichnen denn:

 

  1. War unser Fest dem Herrn Amtmann so angezeigt wie es sollte gefeiert werden und wie es auch ausgeführt ist.

 

  1. erfolgte die polizeiliche Erlaubnis obschon anfangs nur für einen Tag und wurde diese Erlaubnis auch brieflich dem Polizei Diener Heepe zur Durchlesung präsentiert.

 

  1. war gar kein Zug so formuliert wie der Denunciant angegeben hatte, derselbe war nicht bei der Wahrheit geblieben.

 

Also rachsüchtige Pläne mußten vom Denunzianten zur Ausführung geplant sein. Aber trotz dem und alle dem hat es zu Weiterem nicht geholfen, als das dem Verein Kosten entstanden sind, denn obschon Herr Hindermann in Fredeburg verurteilt wurde zu 5 Mark Strafe zu zahlen, weil er einen Zug angeführt wozu er die polizeiliche Erlaubnis nicht schriftlich gehabt habe, so wurde in Arnsberg dahin geurteilt, daß anzunehmen sei wenn der Amtmann eine schriftliche Erlaubnis habe durch den Polizeidiener überbringen lassen ,daß die Erlaubnis auch vorgelegen habe. Daß es Seitens des Amtmannes als ein Pflichtversäumnis zu bezeichnen sei, daß er die schriftliche Erlaubnis nicht in Hände der Krieger gelassen habe, und wurde als Folge dessen Herr Hindermann freigesprochen.

Das Fest ist wie weiter ausgeführt wird gut ausgefallen bei heiterster Stimmung und auch in Geschäftlicher Hinsicht ist keine großer Ausfall zu beklagen.

Einnahmen einschließlich der Beiträge von 512 Mark standen aber Ausgaben von 676 Mark gegenüber. Die Musik kostete 452 Mark. Es entstand ein Defizit von 163 Mark

 

Quellen: Protokoll des Kriegervereins Oedingen

 

 

 

Im Jahre 1878:

 

14.7.1878: Von verschiedenen Vorstandsmitgliedern wurde der Vorschlag gemacht für Rechnung der Gesellschaft eine eigenes, bewegliches Schützenzelt zu bauen, welchem Vorschlage sämtliche anwesenden Vorstandsmitglieder zustimmten.

 

Quellen: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

 

 

 

Im Jahre 1879:

 

15.6.1879: Unterm 8. d.M. war der Schützenvorstand auf Vorladung in beschlußfähiger Anzahl versammelt um die von verschiedenen Seiten angeregte und von allen Seiten gewünschte Vereinigung der beiden hier bestehenden Gesellschaften zu besprechen. Nach langer und lebhafter Debatte waren die wesentlichen Punkte mit den 3 anwesenden Kriegervereins-Vorstandmitgliedern D. Humberg, C. Erwes und F. Humberg vereinbart, die Zeit aber so weit fortgeschritten, daß dieser Beschluß nicht mehr protokolliert werden konnte. Dies geschah am folgenden Tage und wurde derselbe alsdann dem Herrn D. Humberg und Genossen zur Unterschrift vorgelegt. Wegen einiger unwesentlicher veränderten Ansichten der Herrn Humberg wurde von demselben die Unterschrift verweigert, was zu neuen Erörterungen Anlaß gab, die aber beglichen wurden. Es wurde deshalb heut der nunmehr vollzogene Kontrakt der Versammlung zur Genehmigung vorgelegt, die dann auch allseitig hiermit erfolgte.

Da der Schützengesellschaft nun mehr Fahnen zu Gebote stehen, so sollen am Morgen der Wahl auch 3 Fähnriche gewählt werden.

Der Beitrag für die wirklichen Schützenmitglieder wird in diesem Jahre auf 5 Mark festgesetzt. Knechte und sonst. unselbständigen Personen gelten als Fremde.

 

Quellen: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

 

 

 

Im Jahre 1879:

 

15.6.1879: Verhandelt zu Oedingen 15.Juni 1879.

 

Hierselbst bestand eine Schützengesellschaft bereits seit dem Jahre 1844 und unser Krieger- Verein gründete sich im Jahre 1872.Durch das Bestehen dieser beiden Vereine hierselbst sind bereits Verschiedene Dissenzen entstanden und zur Abwicklung gelangt.

 

Es wird deshalb mit Anfang dieses Monats und zwar durch Mittel….? beider Vereine der Wunsch angeregt, daß es des Friedens halber zweckmäßiger und für die Kosten der Gesellschaften selbst vortheilhafter wäre, wenn eine Vereinigung dieser beiden Vereine zu einer Gesellschaft bewirkt würde.

Diesem Wunsche ist in sofern entsprochen, daß die Sache besprochen und zum Abschuß gelangt ist und zwar wie folgt:

 

1.Der Kriegerverein soll seine Inventarstücke als : Fahne, Degen, Portenges?, Coppel, Trommel und ?arten + Schärgen wofür D. Humberg die Auslagen dem Oedinger Verein vorgeschossen hatte und wofür ihm der Verein die Auslagen Summen noch verschuldet und zu verzinsen hatte, an den Schützenverein abtreten.

 

2.Das Zelt wofür Humberg ebenfalls die Auslagen gemacht hat, soll Eigentum D. Humberg sein.

Für die unter 1 bemerkten Übergaben seitens des Kriegervereins an die vereinigte Schützengesellschaft übernimmt diese Schützengesellschaft die Verpflichtung von dem Kaufmann D. Humberg hierselbst Neunhundert Mark zu zahlen und ist über diese Verpflichtung bereits ein Dokument seitens der Schützengesellschaft zum Abschluß gelangt.

 

Es wurde deshalb für heute eine Generalversammlung des Krieger-Vereins anberaumt und waren die Mitglieder deshalb zahlreich erschienen.

Die Angelegenheit wurde vorgetragen und geschah eine Aufforderung, ob jemand mit dem Vorschlag nicht einverstanden sei. Niemand gab Einrede und wurde deshalb zum Zeichen des Einverständnisses zur Unterschrift geschritten.

Der Vorstand des Krieger-Vereins bleibt bis zum 2ten Tage unseres diesjährigen gemeinschaftlich feiernden Festes in Kraft, bekommt nur eine neue …? Schärge.

 

Quellen: Protokoll des Kriegervereins Oedingen

 

 

 

 

Im Jahre 1879:

 

13.7.1879: Gewählt wurde als Fähnrich für die erste Fahne von 1844 Anton Humberg, Bierbrauer.

Als zahlende Mitglieder gehören dem Verein an : 135 Männer. (namentlich aufgeführt.)

Aus dem Überschuß des Festes in Höhe von 263 Mark wurden dem D. Humberg die Summe von 241 Mark für das angekaufte Inventar gegeben.

 

Quellen: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

 

 

 

Im Jahre 1879:

 

12.7.1879: Im Jahre 1873 trennte sich ein Teil der Schützenmitglieder unter Führung des Kaufmanns Daniel Humberg von der eigentlichen Schützengesellschaft und errichtete einen sogenannten Kriegerverein. Dadurch entstanden heftige Feindschaften innerhalb der Gemeinde und auch ein Prozess, der mehrere Jahre schwebte und schließlich zu Gunsten der Schützengesellschaft entschieden wurde. Während desselben verblieb das Protokollbuch am Gericht und konnten die Beschlüsse nicht in dasselbe eingetragen werden. Diese sind deshalb später eingeheftet worden. Heute besteht nun wieder die alte Schützengesellschaft in die die Mitglieder des aufgelösten Kriegervereins fast sämtlich wieder eingetreten sind. Hoffentlich wird der Frieden nicht wieder gestört werden. gz. Wiethoff , Schützenhauptmann

 

Quer über das Protokoll hat offenbar später in roter Tinte D. Humberg geschrieben:

Nicht durch den im Jahre 1873 entstandenen Kriegerverein entstand die Zwistigkeit sondern dadurch, daß Wiethoff und einige seiner Freunde das Schützenhaus dem W. Schröder zur Maschinen- Werkstätte gegen Pacht überließen ohne durch Generalversammlung der Schützengesellschaft und auch gleichzeitig der größtenteiligsten Aktionäre des Schützen Zeltes.

Der Prozess fiel nicht zu Gunsten der Schützengesellschaft aus wenn unser Rechtsanwalt rechtzeitig erschienen wäre. Unterschrift: Daniel Humberg

(Humberg hat in einer Reihe von Protokollen seine Meinung durch Überschreibung ausgedrückt)

 

Quellen: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

Im Jahre 1881:

 

6.6.1881: Es wurde die Frage zur Abstimmung gebracht: Soll das Fest ohne oder mit Zelt gefeiert werden? Josef Arens und Karl Erves wurden deputiert mit dem Zeltbesitzer D. Humberg Rücksprache über den Preis zu nehmen. Er verlangt für die 3 Tage eine Leihgebühr von 120 Mark. Die Forderung wurde angenommen.

Quelle: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

Im Jahre 1882:

 

14.6.1822: Es wurde einstimmig für nötig erachtet, von alleiniger Aufstellung des Fußbodens, welcher lt. Beschluß vom 04.06. von D. Humberg geliehen war, Abstand zu nehmen und dafür das komplette Zelt zu leihen.

Quelle: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

Im Jahre 1882:

 

04.06.1882: Die versammelten Vorstandsmitglieder haben heute die traurige Pflicht, an Stelle des uns durch den Tod leider so früh entrissenen, seit Bestehen des Schützenfestes als Hauptmann fungierenden Jos. Wiethoff einen Stellvertreter für die Zeit der diesjährigen Festvorbereitung und Festfeierns zu wählen.

Die Wahl fiel auf: Franz Humberg und Carl Erwes.

Die Herstellung des Festplatzes nebst 9 Tischen und 18 Bänken wie auch Einfriedung des Kinderparkes und Beschaffung der für den Schießstand nötigen Anlegestange übernahm Aug. Linn für den Betrag von 20 Mrk 80 Pf.

Als Pachtpreis für den Festplatz erhält der Fr.Hermes von hier 45 Mark und der D. Humberg für leihweise Überlassung des Fußbodens 54 Mark, da der Pachtpreis des kompletten Zeltes als zu hoch erachtet wurde.

Quelle: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

Im Jahre 1882:

 

09.07.1882: Josef Wiethoff war Hauptgründer der hiesigen Schützengesellschaft, welche wie dies Buch zeigt, im Jahre 1844 unter großen Bemühungen desselben zu Stande kam. Er hat der Gesellschaft seit diesem Jahre, also volle 38 Jahre, als Hauptmann ununterbrochen vorgestanden und in jeder Weise gut und opferwillig für das Wohl der Gesellschaft gesorgt, so daß sein Andenken auch für die späteren Zeiten nicht erlöschen wird.

Als Hautpmann wurde gewählt: F. Pieper,

Das Fest ergab Einnahmen in Höhe von 632,63 Mark

Ausgaben 646,82 Mark

Das Defizit von 14,12 Mark soll durch Nachzahlung von 50 Pf. pro Schütze gedeckt werden.

Quelle: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

Im Jahre 1887:

 

25.03.1887: Das Vermögen der Schützengesellschaft betrug 207,03 Mark

Quelle: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

Im Jahre 1888:

 

07.05.1888: In Anbetracht, daß im nächsten Monat unsere Gemeinde das Glück einer hl. Mission zu Teil wird, hält es der Vorstand einstimmig für angemessen, daß das diesjährige Schützenfest ausfällt.

Quelle: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

Im Jahre 1889:

 

21.07.1889: Zum Hauptmann wird J. Hümmeler gewählt.

Beim Fest entstand ein Defizit von 59,49 Mark. Es ist durch den großen Bierkonsum entstanden. Es sollen und müssen im nächsten Jahre andere Maßregeln ergriffen werden, um bei Freibier eine Vergeudung zu verhüten.

Quelle: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

Im Jahre 1894:

 

Aug. 1894: Das diesjährige Schützenfest fand einen ganz schönen und hohen Eindruck durch die 50 jährige Jubelfeier. Von den Begründern der Gesellschaft war nur noch einem Mitgliede, Herrn Daniel Nöcker Oedingerberg diese schöne Erinnerungsfeier als Jubilar vergönnt. Alle Übrigen haben das Zeitliche gesegnet. Am ersten Tage des Festes wurde der Jubilar Daniel Nöcker von dem Schützenzuge im Wagen vom Oedingerberge abgeholt und wurde ihm in der Festhalle von der Schützengesellschaft ein schön gearbeiteter silber vergoldeter Orden, welcher auf der Vorderseite die Zahl 50 und die Rückseite den Namen des Jubilar trägt, überreicht. Die Schützengesellschaft brachte sodann auf den Jubilar ein dreifaches Hoch aus.

Quelle: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

Im Jahre 1894:

 

  1. Schützenfest in Oedingen mit Freibier – Daniel Nöcker, Gründungsmitglied der Schützengesellschaft bekommt einen Orden.

Quelle: Mescheder Kreisblatt (Archiv ARGE)

 

Im Jahre 1895:

 

17.03.1895: Es wurde beschlossen, das Fest am 28. – 29. Juli zu feiern.

Zelt soll von Daniel Humberg genommen werden, selbiger hat sich erboten, den Platz für 30 Mark herzugeben. (nicht mehr von Hermes, welcher Platz war es?)

Anpächter der Restauration hat für gute Beleuchtung des Zeltes, 6 gut brennende Lampen zu sorgen und die Biergläser, welche nötig sind zu stellen und den Verlust zu tragen. Meistbietender Anton Rauterkus.

Quelle: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

Im Jahre 1896:

 

Beschwerde einiger Schützenbrüder aus Serkenrode über die Oedinger Musik.

Serkenrode: Den Herrn in Oedingen die freundliche Mitteilung, daß wir zu unserem Schützenfest eine Musik-Kapelle engag. haben und keine Radaumacher.“

Quelle: Mescheder Kreisblatt (Archiv ARGE)

 

Im Jahre 1896:

 

01.03.1896: Das Fest soll am 02. + 03. Aug. gefeiert werden.

Für die Oedinger Musik stimmen 6, für die Schmallenberger 5 Vorstandsstimmen. Mithin soll die Oedinger Musik genommen werden. ( bisher wurde in all den Jahren die Schmallenberger Musik genommen)

 

13.07.1896: Da der im vorigen Jahre wiedergewählte Jos. Hümmeler seinen Hauptmannsposten niedergelegt hatte, und zwar aus dem Grunde, daß die hiesige Musikkapelle für das diesjährige Fest engagiert war und nicht die Schmallenberger, so wurde Franz Humberg für dieses Jahr als stellvertretender Hauptmann gewählt. Mit der hiesigen Musik wurde der Betrag von 200 Mark vereinbart.

 

25.10.1896: Zum Hauptmann wurde einstimmig Franz Humberg sen. gewählt.

Quelle: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

Im Jahre 1897:

 

21.03.1897: Da die Gesellschaft mit der Musik der Oedinger Kapelle im vorigen Jahr sehr zufrieden war, soll dieselbe auch für dieses Jahre engangiert werden.

Quelle: I.Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

Im Jahre 1898:

 

12.06.1898: Da unsere bisherige Schützenfahne der ….? nicht mehr entspricht und dem Feste einen allzu schlechten Eindruck macht wurde beschlossen eine neue Fahne anzuschaffen. Es wurde heute beschlossen dem Peter Wiethoff hier, der die Vertretung der Bonner Fahnenfabrik hat und Muster zur Ansicht vorlegte, (den Auftrag zu geben). …. und zwar eine Seite weiß mit dem Bildnis des Burchardus, die andere Seite grün mit dem Schützenwappen versehen und mit allem vorgeschriebenen Zubehör im Preis von 200 Mark.

Quelle: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

Im Jahre 1903:

 

05.04.1903: Die Musik soll von der Oedinger Kapelle zum vorjährigen Betrage ausgeführt werden, auch wurde Oedinger Gebräu gewünscht. (erstmalig wird auf die Herkunft des Biers eingegangen!)

Quelle: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

Im Jahre 1904:

 

26.03.1903: (es müßte richtig 1904 heißen)

Sechzig wirkungsvolle Jahre sind seit Gründung des Oedinger Schützenvereins verflossen. 1844 war seine Gründung. Eine kleine aber mutige Schar gesellte sich damals um den damaligen Schützenführer. So klein die Zahl auch war, so tatkräftig auch. Dieses beweist, daß Jahr für Jahr, ausgenommen kirchliche und patriotische Verhältnisse, ein Volksfest gefeiert wurde, das sich rühmt, zu den ersten Festen der hiesigen Gegend gezählt zu werden. Woher dieses? Drei Worte zur Antwort: “ Einigkeit macht stark“ Unter dieser Devise haben alle, die sich Oedinger Schützenbrüder nannten und noch nennen getreu und stolz marschiert bis zum Jahre 1904. Jedem seine Anerkennung und seinen Dank. An der Spitze des Schützenvereins standen 1844-1897 ein Hauptmann und seine Führer. Im Jahre 1897 trat eine Reorganisation des Vereins ein. Nebst dem Hauptmann der Spitze fungiert an zweiter Stelle ein Adjudant und an dritter Stelle ein Feldwebel, diesem folgen die Führer. Unter dem strammen Kommando dieser Führung hat es der Schützenverein zu einer Stärke und Macht gebracht, daß schon im Jahre 1904 wieder ein Aufschwung zu verzeichnen ist. Es bildet sich an Bataillon mit einen Major an der Spitze, ihm zur Seite stehen ein Hauptmann und ein Oberleutnant. Als solche wurden auf Vorschlag des Schützenvereins F. Humberg zum Major und A. Humberg zum Hauptmann, zum Oberleutnant wird auf Wunsch des Vereins Aug. Hilchenbach gen. Hilleke ernannt.

Quelle: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

Im Jahre 1906:

 

11.11.1906: Generalversammlung der Schützengesellschaft betr. Neubau eines Schützenhauses resp. Platz und Geldfragen. Zwei Plätze sind in Aussicht genommen, einer die Wiese des Peter Wiethoff hier, und zwar zum Preise a. Ruthe 35 Mark und einen Platz von H. Stöcker hier a. Ruthe 15 Mark. Die Abstimmung ergab für Wiethoffs Wiese 51 Stimmen und Stöcker 6 Stimmen, also wurde Wiethoffs Wiese gewählt.

Es wurde zur Geldfrage geschritten, nach Vorschlägen und Beratung wurde einstimmig beschlossen das nötige Geld für den Bau auf Aktien unterzubringen welche nicht verzinslich sein sollen und wurde pro Aktie auf 10 Mark festgesetzt und sollen gezeichnete Aktien in 4 Terminen bezahlt werden. Es wurde zur Zeichnung der Aktien eine Kommission gewählt.

Quelle: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

Im Jahre 1907:

 

07.07.1907: Die Musik für das Fest soll von der Oedinger Kapelle, Joh. Stratmann ausgeführt werden.

Der Mitgliedsbeitrag wurde auf 6 Mark erhöht, jedoch für Mitglieder, die keine Aktien zum Bau gezeichnet haben auf 7 Mark festgesetzt.

Die Jahresrechnung ergab Einnahmen von 2096 Mark , Ausgaben von 1138 Mark und einen Überschuß von 957 Mark.

Das Fest wurde in diesem Jahr in dem neu erbauten Zelt gefeiert und war von einem großartigen Besuche welches die Einnahme beweist.

Quelle: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

Im Jahre 1907:

 

Aktien der “ Oedinger Schützen-Aktien – Gesellschaft“

Quelle: Nachlaß Jos. Mönig Oedingerberg
Sammlung ARGE 1000 Jahre Oedingen Hefter Nr. 1401/1

 

Im Jahre 1907:

 

28.04.1907: Der Bau des neuen Zeltes wurde an Franz Schulte vergeben und zwar als Generalunternehmer.

Quelle: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

Im Jahre 1908:

 

26.07.1908: Zur Tagesordnung war Verlegung des Schützenfestes am 06. + 07. Sept. wegen Einquartierung. Das Fest wurde auf den 30. + 31. Aug verlegt.

Ferner wurde beschlossen da das Schützenhaus noch nicht fertiggestellt ist, dem Bauunternehmer Schulte aufzugeben das Zelt sowie die Keller der Halle bis zum 10. Aug. fertigzustellen. Andernfalls die Arbeit anderwärts auf Rechnung von Schulte vergeben wird.

Quelle: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

Im Jahre 1909:

 

28.03.1909: Für das Schützenfest wurde die Serkenroder Musik verpflichtet.

(Was war mit der Oedinger Musik los ?)

Quelle: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

Im Jahre 1909:

 

29.12.1909: Auf Antrag des hiesigen Kriegervereins-Vorstandes betr. leihen der Schützenhalle für die Feier des Kaisers Geburtstag für das Jahr 1910 wurde für 30 Mark genehmigt.

Quelle: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

Im Jahre 1909:

 

Metzger Josef Schulte ist Pächter der Schenke beim Gewerkschaftsfest der hiesigen Zahlstelle des Gewerkvereins christl. Bergarbeiter Deutschlands.

Kriegerverein feiert ein Fest in der Schützenhalle am Geburtstag Sr. Majestät.

Quelle: Sammlung Arge 1000 Jahr Oed. Hefter Nr. 1015
Archiv der Gemeinde Finnentrop.

 

Im Jahre 1910:

 

16.01.1910: Aufstellung und Prüfung vorgelegter Gelder des F. Humberg zum Bau der neuen Schützenhalle.

Rechnungslage des Rendanten Jos. Arens über Ein- und Ausgaben der neu erbauten Schützenhalle und Überschuß gefeierter Schützenfeste aus den Jahren 1907-1909 im Betrage von:

Einnahmen 12952 Mrk, Ausgaben 12940 Mark, Kassenbestand 11 Mark.

Die gerichtliche Eintragung des Schützenvereins wurde beantragt von der Mitgliedschaft und der Vorstand bevollmächtigt, solches bewirken zu wollen.

Quelle: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

Im Jahre 1911:

 

20.06.1911: Die Ausführung der Musik zu dem am 06. + 07. Aug stattfindenden Schützenfest wurde der Regimentskapelle des Inf. Regiments Nr. 116 in Gießen zum Preise von 352 Mark bei freier Fahrt und Logis übertragen.

Quelle: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

Im Jahre 1911:

 

19.11.1911: Protokoll über die Errichtung des Schützenvereins Oedingen in Oedingen.

 

Da das Statut veraltet ist und der Verein die Erlangung der Rechtsfähigkeit anstrebt, ist auf heute eine Generalversammlung anberaumt, zu welcher sämtliche Mitglieder vorschriftsmäßig geladen worden sind.

Zum Vorsitzenden gewählt wurde durch einstimmigen Beschluß Herr Franz Humberg.

Der Statuten Entwurf wurde vorgelegt und einstimmig angenommen.

Weiter wurden in den Vorstand gewählt: Anton Humberg, Hauptmann u. stellv. Vorsitzender; Aug. Arens, Schriftführer; Jos. Arens, Rendant; Caspar Becker, Jos. Nöcker, Franz Willecke

Quelle: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

Im Jahre 1912:

 

27.05.1912: Zur Verhandlung kam die Anleihung des Betrages welche der Schützenverein Herrn Franz Humberg und Peter Wiethoff schuldet und wurde beschlossen denselben bei der Amtssparkasse Serkenrode anzuleihen.

Quelle: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

Im Jahre 1914:

 

Der Vorsitzende eröffnete die Versammlung und sprach zu seinem Bedauern aus, daß kein Fest habe stattfinden können. Auf Veranlassung der Versammlung wurde vom Protokollführer Herrn, P. Wiethoff folgendes aufgeführt:

Ende Juli brachten die Zeitungen beunruhigende Berichte über einen Krieg zwischen Oestreich und Serbien, Russland sei schwer am rüsten, ebenso Frankreich u. England, und wirklich kam es soweit, daß unser Kaiser der große Friedensfürst die Mobilmachung befehlen mußte, wie schwer es ihm auch wurde sein geliebtes Volk in einen Krieg zu ziehen ist uns allen bekannt.

Wie die Mobilmachung bekannt wurde, brach in Deutschland eine Begeisterung los, die nicht zu beschreiben ist.

Auch in unserem kleine, schönen sonst so ruhigen Dörfchen ging es hoch her einer mit dem anderen zu: Es ist mobil, es ist mobil, bald ertönten patriotische Lieder. Deutschland, Deutschland über alles, Heil Dir im Siegerkranz u.a.

Der 2. Aug war der erste Mobilmachungstag, an diesem und den folgenden Tagen mußten sich viele Reservisten, Ersatzre…? und Landwehrmänner am Bezirkskomando in Meschede stellen. Da gleich die Eisenbahn für Truppentransporte gesch..t war, stellten die hiesigen Fuhrwerksbesitzer Leiterwagen. Manchem jungen Krieger wurde der Abschied, besonders den Landwehrmännern, recht schwer aber sobald sich die mit Fahnen und Grün geschmückten Wagen in Bewegung setzten, brach die Begeisterung wieder, es war ergreifend mit welcher Begeisterung und Stolz alle dem Rufe unseres geliebten Kaisers folgten.

Gleich nach den ersten Tagen brach der Kriegssturm mit aller Schärfe und allem Greuel los. Unser geliebtes Vaterland wollten die Feinde vernichten, wir aber vertrauen auf unsere tapferen Streiter und so Gott will werden wir siegen.

Da fast die Hälfte der Schützenbrüder zur Fahne eilten, beschloß der Vorstand, daß kein Fest gefeiert werden sollte.

Quelle: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

Im Jahre 1917:

 

30.09.1917: Dann kam ein wichtiger Akt zur Verhandlung, der Vorstand kam zur Ansicht unsere Schützenhalle zu verkaufen aus folgenden Gründen: daß die ersten Jahre kein Schützenfest gefeiert würde hinsichtlich des großen Weltkrieges, wo wir doch alle heute getroffen sind und auch möglich von der Regierung keine Genehmigung erteilt wird, so fand es der Schützenvorstand gerade jetzt für wesentlich den Versuch zu machen, ob wir Käufer für die Halle finden, welches durch die Zeitungen bekannt gemacht werden muß.

 

04.11.1917: Die Generalversammlung beschloß die Schützenhalle nicht zu verkaufen. Zur Aufbringung der Zinsen und der nothwendigen Reparaturen einen Beitrag von 5,00 DM zu erheben.

Für die Benutzung soll J.Schröder Mark 200 bezahlen, andernfalls derselbe das Zelt sofort räumen muß.

Quelle: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen

 

Im Jahre 1919:

 

21.04.1919: Es wurde beschlossen, das Schützenfest in der Zeit vom 15.07. bis 03.08. zu feiern. Der Pächter des Zeltes, Jos. Schröder wrude aufgefordert, das Zelt bis zum 1. Juli zu räumen. Anläßlich des 75 jährigen Jubiläums soll neben dem Vogel auch ein Geck geschossen werden.

 

29.05.1919: Beraten wurde über die Verpachtung des Zeltes an eine Tanzschule. Da aber eine Besetzung der Halle durch den Feind wegen Nichtunterschreibung des Friedensvertrages erfolgen kann, wurde beschlossen, um unter allen Umständen die Zinszahlug sicherzustellen, die Halle erneut der Firma Jos. Schröder zu verpachten.

 

14.06.1919: … wurde beschlossen, daß Herr Josef Schröder auch zu dem evt. stattfindenden Schlußball das Zelt räumt.

 

03.07.1919: In Anbetracht der zu erwartenden, großen Reparaturkosten, die durch Erneuerung der dem Spritzenhaus gegenüberliegenden Zeltwand entstehen, den Eintrittspreis für Fremde zu erhöhen.

 

26.10.1919: Die Generalversammlung war wegen Erscheinen von nur 23 Mitgliedern nicht beschlußfähig und wurde eine neue Generalversammlung für den 16.11. anberaumt.

 

16.11.1919: Die Einnahmen 1919 betrugen:

Schützenfest 4480,00 Mark

Schlußball 4621,00 “

Sparbuch 14,00 “

Summe 9116,00 “

 

Die Ausgaben:

Schützenfest 2822,00 Mrk

Schlußball 3525,00 “

Summe 2768,00 “

 

Aus dem Überschuß wurden 2700,00 zur Abtragung der Hypotheken verwandt.

Es wurde wegen Entfernung des Spritzenhauses verhandelt.

Quelle: I. Protokollbuch Schützenbruderschaft Oedingen

 

Im Jahre 1919:

 

16.03.1919: Generalversammlung. Vor Beginn der Wahl erklärte Herr Franz Humberg , der seit 23 Jahren Vorsitzender des Vereins war, ein Wiederwahl in Anbetracht seines hohen Alters und der Trauer um seine 2 gefallenen Söhne nicht wieder annehmen zu können. Ein Gleiches erklärte der bisherige langjährige Hauptmann Herr Anton Humberg.

Aus der Wahl gingen hervor:

Josef Schulte, Oedingen als Vorsitzender

Bernh. Buckmann als Hauptmann

August Arens, als Schriftführer

Franz Nöcker als Rendant.

Auf Vorschlag des neuen Vorsitzenden wurde Herr Franz Humberg in Anbetracht seiner Verdienste um den Schützenverein zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Der Schriftführer wurde noch beauftragt, eine kleine Chronik über die Ereignisse der Kriegsjahre in das Protokollbuch einzutragen.

Quelle: I. Protokollbuch des Schützenvereins Oedingen ( Ende des Protokollbuches)

 

Im Jahre 1919:

 

Antrag des Schützenvereins Oedingen an die Gemeinde.

Der Schützenverein Oedingen muß die dem Spritzenhaus gegenüber liegende Wand des Schützenzeltes wegen Fäulnis der Balken und Pfosten erneuern. Dieses ist jedoch wegen des kleinen Zwischenraumes zwischen Zelt und Spritzenhaus nicht möglich solange das Spritzenhaus noch steht.

Dem Vernehmen nach beabsichtigt die Gemeinde Oedingen eine neues Spritzenhaus zu bauen.

Vorschlag: Spritzenhaus schon jetzt abzubrechen und die Spritze bis zur Fertigstellung des neuen Hauses in der Schützenhalle zu lagern.

 

16.02.1820: Beschluß der Gemeindevertretung:

Vorschlag wird angenommen gegen Zahlung von 300 Mrk durch den Schützenverein und Abschluß einer Versicherung gegen Diebstahl und Feuer.

Quelle: Sammlung Arge 1000 Jahr Oed. Hefter Nr. 1010,8
Archiv der Gemeinde Finnentrop. Nr.

 

Im Jahre 1920:

 

01.02.1920: Herr Josef Schröder erklärt sich bereit, zum 15.02. das Zelt teilweise zu räumen, damit Theater und Ball des Gesangvereins stattfinden können.

 

16.05.1920 Es wurde beschlossen, dem Kameradschafts-Verein das Zelt ab 01.08. zur Feier der Krieger- und Gefangenenheimkehr zur Verfügung zu stellen.

 

18.07.1920: Dem Theaterverein Bracht wird die Halle gegen eine Miete von 100 Mark zur Verfügung gestellt.

 

15.08.1920: Die Vorstände des Schützenvereins und des Kriegervereins bilden einen Festausschuß für die gemeinsame Feier der Krieger- und Gefangenenheimkehr Feier.

 

12.09.1920: Die Generalversammlung mußte wegen Nichterscheinen der Mitglieder in beschlußfähiger Anzahl verschoben werden.

 

31.10.1920: Die Generalversammlung mußte erneut wegen Nichterscheinen der Mitglieder verschoben werden.

Quelle: II. Protokollbuch der Schützenbruderschaft Oedingen

 

Im Jahre 1921:

 

26.03.1921: Dem Antrag des Gewerkevereins christl.Bergarbeiter (Zahlstelle Oedingen) um Überlassung des Zeltes zwecks Feier eines Bezirksfestes im Monat Mai wird entsprochen.

Quelle: II. Protokollbuch der Schützenbruderschaft Oedingen

 

Im Jahre 1922:

 

29.01.1922: In den Vorstand wurden gewählt:

Aug.Krämer Vorsitzender

Bernh. Buckmann Hauptmann

Aug. Arens Schriftführer

Franz Nöcker, Rendant

 

23.07.1922: Antrag des Vaterländischen Frauen Vereins eine Verlosung am 20.08. im Zelt vornehmen zu können wurde ohne Vergütung, da es sich um einen wohltätigen Verein handelt, stattgegeben.

Quelle: II. Protokollbuch der Schützenbruderschaft Oedingen

 

Im Jahre 1923:

 

28.01.1923: …. wurde vorgeschlagen, die noch nicht ausgelosten Aktien zu der Kriegergedächtniskapelle zu schenken.

 

28.06.1923: An Eintrittsgeldern für das Schützenfest wurde festgesetzt:

Für Mitglieder 10000,00 Mark (Inflationszeit)

Fremde Herren 20000,00 Mark (Inflationszeit)

Damen 4000,00 Mrk (Inflationszeit)

 

Sollte die Entwertung jedoch noch weiter fortschreiten so hat der Vorstand die Befugnis, dieselben entsprechend höher festzustzen.

 

29.06.1923: Der Vorstand beschloß dem Antrag der Freiw. Feuerwehr Oedingen um Überlassung der Schützenhalle zur Feier des Kreis-Feuerwehrverbandstages stattzugeben.

Quelle: II. Protokollbuch der Schützenbruderschaft Oedingen

 

Im Jahre 1923:

 

Tagung des Kreis Feuerwehr Verbandes Meschede in der Schützenhalle in Oedingen. (Programm)

Quelle: Sammlung Arge 1000 Jahr Oed. Hefter Nr. 1010,8
Archiv der Gemeinde Finnentrop

 

Im Jahre 1924:

 

Schreiben Lehrer Schloßhauer an die Gemeindevertretung.

Schl. beantragt Renovierungsarbeiten in den Schulräumen während der Osterferien. „Gleichzeitig weise ich auf die Ausbesserung des Knabengiffoirs hin. Eine Auffangrinne für den Urin ist überhaupt nicht mehr vorhanden.“

Bei einer dreiklassigen Schule mit nur 2 Klassenräumen wird eine Klasse gezwungen, nur an den Nachmittagen Unterricht zu erteilen. Um im kommende Sommerhalbjahr die Kinder vor der Mittagshitze zu bewahren, ist von den Lehrpersonen geplant, eine Klasse ins geräumige Schützenzelt zu verlegen, falls die Gemeindevertretung dieselbe zu diesem Zwecke vom Schützenverein mieten würde. An Utensilien wäre nur ein Gestell für die schon vorhandene Schiefertafel nötig.

 

23.02.1924: Beschluß der Gemeindevertretung:

Es wurde beschlossen, zunächst mit dem Gastwirt August Arens in Oedingen um Überlassung seines Wirtschaftssaales zu verhandeln.

 

29.8.1924: Beschluß der Gemeindevertretung:

Zum Antrag des Schützenvereins auf Überlassung des Spritzenhausplatzes:

„Auf Ihren Antrag vom 30.06. hat die Gemeindevertretung beschlossen, dem Schützenverein den Spritzenhausplatz Flur 9 Nr. 597/16 unter der Bedingung zu übereignen, daß die Schützengesellschaft der Gemeinde die Schützenhalle zu Schulunterrichtszwecken unentgeltlich zur Verfügung stellt und die Feuerspritze und Gerätschaften bis zum Neubau eines Spritzenhauses in der Schützenhalle unterbringt.

Quelle: Sammlung Arge 1000 Jahr Oed. Hefter Nr. 1010,8
Archiv der Gemeinde Finnentrop.

 

Im Jahre 1925:

 

22.11.1925: Es wurde beschlossen, die Westseite der Halle mit Zinkblech bekleiden zu lassen und an der Ostseite Dachrinnen anzubring en.

Quelle: II. Protokollbuch der Schützenbruderschaft Oedingen

 

Im Jahre 1927:

 

29.03.1927: Der Vorstand wird beauftragt Veränderungen an der Halle vornehmen und ausführen zu lassen. Vorgesehen sind Neubau eines Speiseraums, Verbesserungen der Küchen- und Schankräume, Trockenlegung des Kellers und evt. Neubau eines Aborts.

Quelle: II.Protokollbuch der Schützenbruderschaft Oedingen

 

Im Jahre 1928:

 

Aus Protokoll der Generalvers. der freiw. Feuerwehr Oedingen.

Ganz besonders hob Herr Wiethoff hervor, daß noch immer kein Gerätehaus gebaut sei und die Spritze so wie die anderen Geräte sich noch immer in der Schützenhalle befänden.

Quelle: Sammlung Arge 1000 Jahr Oed. Hefter Nr. 1010,8
Archiv der Gemeinde Finnentrop.

 

Im Jahre 1929:

 

03.02.1929: Dem Tambourcorps Oedingen wird die Halle zur Feier eines Festes am 05.05. gegen Vergütung von 150 Mark überlassen. Außerdem hat das Tambourcorps Schützenfest bei den Zügen wie bisher zu ohne Vergütung zu spielen.

Quelle: II. Protokollbuch der Schützenbruderschaft Oedingen

 

Im Jahre 1931:

 

19.04.1931: Die Musik wurde dem Oedinger Musikverein bei Gestellung von 15 Musikern zum Preise von 360 Mark übertragen. (Seit vielen Jahren wird erstmals wieder die Oedinger Musik genannt.)

Quelle: II. Protokollbuch der Schützenbruderschaft Oedingen

 

Im Jahre 1933:

 

29.01.1933: Beschlußfassung über die Feier eines Fastnachtsballes. Zu diesem Punkte nahm Herr Gemeindevorsteher Böhmer das Wort und legte den Stand der finanziellen Lage der Gemeinde dar und bat von dem Feste Abstand zu nehmen. Es wurde alsdann eine Abstimmung vorgenommen, die 24 Stimmen mit Ja und 19 Stimmen mit Nein ergab. Nach längerer Diskussion wurde von Franz Hermes der Antrag gestellt, mit dem Jünglingsverein zu verhandeln, daß derselbe seine Fastnachtsfeier ohne Ausschank von Alkohol feiert. In diesem Fall soll von einer Fastnacht Abstand genommen werden. Diesem Antrag wurde mit Mehrheit stattgegeben.

 

09.04.1933: Die Oedinger Musik und das Tambourcorps wurden für das Schützenfest verpflichtet. Die Vorstandsmitglieder Ferd. Müller und Hauptmann Ewald Haite, Oedingen legten ihre Mitgliedschaft nieder.

 

30.04.1933: Zum Hauptmann wurde gewählt, Aloys Gödde Oedingen.

Antrag Josef Haite: Es soll kein Festzug auf Schützenfest statfinden wenn nicht mindestens 40 Mitglieder teilnehmen. Antrag wurde abgelehnt.

Quelle: II. Protokollbuch der Schützenbruderschaft Oedingen

 

Im Jahre 1934:

 

22.04.1934: Zum neuen Vereinsführer wurde in geheimer Wahl gewählt Herr Aloys Gödde, Oedingen. ( statt Jos. Schulte)

Zur Ausübung des Schießsport soll im Verein mit dem Kriegerverein Oedingen auf dem Alten Schloß ein moderner Schießsstand errichtet werden. Die Vogelstange soll hier einen neuen Stand erhalten.

Es wurde der Antrag gestellt, die Königsgedenkmünze der Schützenkette von Oswald Schulte, Vater des jetzigen Kardinals und Erzbischofs von Köln Karl Josef Schulte, diesem aus Anlaß des 90jährigen Bestehens des Vereins als Andenken zu übersenden und zu bitten, die Ehrenmitgliedschaft des Vereins anzunehmen.

 

01.04.1934: Durch Schreiben vom 27.04. wurde Herr Aloys Gödde zum Vereinsführer durch den Bundesoberst Beule ernannt für die Dauer von 3 Jahren.

 

30.06.1934: Der Vereinsführer Gödde ernannte heute zum

Amtswalter: Aug. Arens

Kassenwalter: Josef Scheermann

Schießmeister Josef Rabe

Quelle: II. Protokollbuch der Schützenbruderschaft Oedingen

 

Im Jahre 1935:

 

21.3.1935: Durch Rundschreiben des Schützenbundes für d. kurkölnische Sauerland wurde aufgefordert, sich an dem Opferschießen für das Winterhilfswerk zu beteiligen.

 

31.03.1935: Zum stellvertrenden Vereinsführer wurde Josef Padberg vorgeschlagen und vom Vereinsführer berufen.

 

12.07.1935: Da der Schützenkönig 1934 Ullrich wegen des Ablebens seiner Frau keinen Hofstaat bilden will, wird beschlossen, versuchsweise in diesem Jahr einen Jungschützenkönig durch die Vereinsmitglieder bis zum 21. Lebensjahr ausschießen zu lassen. Ein Hofstaat soll jedoch nicht gebildet werden.

Quelle: II. Protokollbuch der Schützenbruderschaft Oedingen

 

Im Jahre 1936:

 

09.02.1936: Zum Vorsitzenden wurde einstimmig Herr Wilhelm Biermann gewählt.

Die Annahme von Statuten wurde vertagt, da heute im Kreisschützenbund über die Einheitsstatuten verhandelt wird. (Gleichschaltung?)

Die Oedinger Musik wurde für das Fest verpflichtet.

 

25.03.1936: .. wurde das Rundschreiben des Bundesoberst Beule betreffend Beteiligungsverbot der Schützenvereine verlesen.

Quelle: II. Protokollbuch der Schützenbruderschaft Oedingen

 

Im Jahre 1937:

 

07.03.1937: Die Speisehalle wurde der NSV als Kindergarten vermietet.

Unser Schriftführer (in früheren Protokollen Amtswalter genannt) Schützenbruder August Arens hat sein Amt über 20 Jahre treu und gewissenhaft verwaltet. Ihr galt ein dreifaches Hoch ( NB wie nachträglich festgestellt ist, sind es bereits schon 26 Jahre! Hochachtung!!!)

Durch Beschluß der Schützenvereine am 08.12.1936 in Arnsberg treten alle Schützenvereine dem Deutschen Schützenbund bei.

Der Verein hat 143 zahlende Mitglieder und 27 beitragsfrei Mitglieder.

Quelle: II. Protokollbuch der Schützenbruderschaft Oedingen

 

Im Jahre 1938:

 

06.03.1938: Eine neue Fahne wurde für den Preis von 74,50 RM angeschafft.

Jeder Schützenverein hat eine Schießgruppe aufzustellen. Die namentliche Liste ist in den Händen von Schießwart Rabe. Jeder Schützenverein hat ein WHW (Winterhilfswerk) Schießen durchzuführen.

Quelle: II. Protokollbuch der Schützenbruderschaft Oedingen

 

Im Jahre 1939:

 

05.03.1939: Der Vereinsführer Wilh. Biermann legt sein Amt wegen Arbeitsüberlastung nieder. Der stellv. Vereinsführer Josef Padberg übernahm die Leitung des Vereins.

Für das Schützenfest wurde die Werler Militärmusik „Horst Wessel“ zum Preise von 700 RM bei 18 Mann Besetzung verpflichtet.

Quelle: II. Protokollbuch der Schützenbruderschaft Oedingen

 

Im Jahre 1940:

 

10.4.1940: Zur Metallspende des Deutschen Volkes zum Geburtstag des Führers im Kriegsjahr 1940 opferte der Schützenverein die Metallspitze seiner Fahne sowie das vorhandene Metall.

 

30.06.1940: Zum Vereinsführer wurde Herr Josef Padberg einstimmig bestellt.

Quelle: II. Protokollbuch der Schützenbruderschaft Oedingen

 

Im Jahre 1941:

28.09.1941: Es wurde beschlossen, gemeinsam mit der hiesigen Ortsgruppe der NSDAP, der NSV und dem Kriegerverein, den Soldaten der Gemeinde Oedingen ein Weihnachtspäckchen zu senden.

Quelle: II. Protokollbuch der Schützenbruderschaft Oedingen

Wegen der Kriegswirren gab es von 1940 bis 1946 weder ein Schützenfest noch ausführliche Aufzeichnungen über Vereinsaktivitäten.

Im Jahre 1947:

 

08.06.1947: Die Versammlung wurde um 18 Uhr von Herrn Josef Scheermann als Vorstandsmitglied des Heimatbundes, welcher die Versammlung einberufen hatte, eröffnet. Er teilte mit, daß es wieder möglich sei, eine Schützenbruderschaft zu gründen. Es wurde beschlossen, eine Schützenbruderschaft „St. Burchardus “ zu gründen und uns der Bruderschaft vom hl. Sebastian anzuschließen.

Gewählt wurden zum I. Vorsitzenden: Johann Fleper

Stellvertreter: Franz Nöcker Brenschede

Schriftführer Josef Nöcker I

Kassenwart Josef Scheermann

Beisitzer Joh. Fleper jr. und August Schulte

Ferner wurden in den Vorstand aufgenommen: Herr Pfarrr Rinscheid und Hauptlehrer Thüner als I. Vorsitzender des Heimatbundes.

Das Schützenfest soll am 3. Sonntag im Juli gefeiert werden.

 

06.07.1947: Bei der Abstimmung, ob ein oder zwei Tage Schützenfest gefeiert werden soll, stimmte die Mehrheit für 2 Tage.

 

Quelle: II. Protokollbuch der Schützenbruderschaft Oedingen

 

 

 

 

 

Im Jahre 1948:

 

18.05.1948: Es soll versucht werden, für das diesjährige Schützenfest die Genehmigung zu erhalten, mit Gewehr den Vogel abzuschießen. Thüner und Josef Müller sollen deshalb bei der Militärregierung um Genehmigung nachsuchen.

 

27.06.1948 Durch Einführung der neuen Währung wurde das Schützenfest in Frage gestellt. Eine erneute Abstimmung ergab Einstimmigkeit für das Fest.

 

11.07.1948: Da bei der allgemeinen Unsicherheit des Festverlaufs sich kein Wirt entschließen wollte, die Schenke zu übernehmen, wurde diese von der Bruderschaft selbst übernommen. Die Ausführung übernahm Hugo Linn, der für das Hektoliter 25,- DM zahlen will. Der Preis für ein Glas gutes Bier soll 0,60 DM betragen.

 

Quelle: II. Protokollbuch der Schützenbruderschaft Oedingen

 

Im Jahre 1949:

 

27.03.1949: Für den ausscheidenden Vorsitzenden Johann Fleper, der sich nicht wieder zu Wahl stellt, wird Franz Korte als Vorsitzender gewählt.

Schon länger war die Anregung gekommen, die Knüppelmusik wieder ins Leben zu rufen. Schützenbruder Aloys Müller erklärte sich sofort bereit, die Knüppelmusik wieder zusammen zu stellen.

 

29.06.1949: Die Knüppelmusik erhält für das Spielen auf dem Fest freien Eintritt und 1 Fl. Schnaps.

Bedauernd wird festgestellt, daß bei fast allen Versammlungen die älteren Mitglieder fehlen. Es sollen Mittel und Wege gefunden werden, daß auch die “ Alten“ wieder Interesse am Leben der Schützenbruderschaft gewinnen.

 

Quelle: II. Protokollbuch der Schützenbruderschaft Oedingen

 

Im Jahre 1950:

 

Sitzung der Gemeindevertretung Oedingen am 30.11.1950: (Geschlossene Sitzung)

 

Punkt 16:

Vermessung einer Splissparzelle an der Bundesstraße Nr. 55 in Oedingen

Nach den vorliegenden Messungsverhandlungen soll von der im Eigentum des Provinzialverbandes Westfalen stehenden Parzelle Gemarkung Oedingen, Flur 9 Nr. 685/1, groß 1,4452 ha, ein Teilstück von 225 qm an den Schützenverein Oedingen e.V. aufgelassen werden. Nach Mitteilung des Landesstraßenbauamtes in Meschede kann jedoch die Auflassung nur an die Gemeinde Oedingen erfolgen, da mit dem Eigentumserwerb dieser Parzelle die Gemeinde Oedingen die Wegebaulast in vollem Umfange für diese Parzelle zu übernehmen hat. Die Verwaltung wird beauftragt, zur Klärung der Angelegenheit zunächst mit dem Landesstraßenbauamt in Meschede zu verhandeln.

 

Protokollbuch Gem. Oedingen: 22.11.1949 – 7.10.1952, Seite 38

 

Im Jahre 1950:

 

04.02.1950: Dem Antrag des Sportvereins, der am Fastnacht Dienstag eine Tanzveranstaltung wünscht, wurde zugestimmt.

Für die eigene Fastnachtsfeier wurde Kappenzwang beschlossen.

 

02.04.1950: Der II. Vorsitzende verlas das Schriftstück des A.O.A. Celle in welchem mitgeteilt wird, daß am 20.04. die Verhandlung in Celle stattfindet über die Freigabe der Schützenhalle.

Erweiterungsbau der Schützenhalle. Der Kostenvoranschlag beläuft sich auf

8.000,- DM. Durch Selbsthilfe verringert sich diese Summe um mindestans

2.000,00 DM. Das Holz soll und muß durch freiwillige Spende herbeigeschafft werden. Dieses übernimmt Franz Gödde. Es müssen 10 cbm sein. Es wurde festgelegt und beschlossen, daß jedes Mitglied 10 Stunden Handarbeit leisten oder 10 DM dafür zahlen soll. Das notwendige Kapital 5-6000,- DM soll bei der Hansa Brauerei geliehen werden. Weiter soll um freiwillige Spenden geworben werden.

 

14.05.1950: Es sollen Kuxen zur finanzierung des Hallenumbaus ausgegeben werden.

Bei der Zeichnung der Kuxen soll DM 1,00 für die neu eingerichtete Sterbekasse gleich mit erhoben werden.

 

Die 100 jährige Jubiläumsfeier, die eigentlich im Jahre 1944 anstand soll in diesem Jahre nachgeholt werden und ein Kaiser ausgeschossen werden.

 

Quelle: II. Protokollbuch der Schützenbruderschaft Oedingen

 

Im Jahre 1950:

 

Sitzung der Gemeindevertretung Oedingen am 10.12.1950:

 

Punkt 1:

Vermessung einer Splissparzelle an der Bundesstraße in Oedingen

Nach Mitteilung des Landesstraßenbauamtes in Meschede kann die Auflassung der im Eigentum des Provinzialverbandes Westfalen stehende Parzelle Oedingen, Flur 9. Nr. 685/3 direkt an den Schützenverein in Oedingen nicht erfolgen. Die Auflassung mußte nach Auskunft des Landesstraßenverkehrsamtes an die Gemeinde Oedingen erfolgen. Es wurde deshalb beschlossen, die genannte Parzelle, groß 225 qm, auf die Gemeinde kostenlos zu übernehmen und dieselbe dann ohne Bezahlung eines Kaufpreises an den Schützenverein Oedingen aufzulassen unter der Bedingung, daß ein Wegerecht über einen Weg in Breite von 6 m auf das Grundstück im Grundbuch eingetragen wird.

Die Kosten der Umschreibung sind von dem Erwerber, Schützenverein Oedingen, zu tragen.

 

Quelle: Protokollbuch Gem. Oedingen: 22.11.1949 – 7.10.1952, Seite 42

 

Im Jahre 1951:

 

Sitzung der Gemeindevertretung Oedingen am 08.03.1951:

 

Punkt 4

Auflassung einer Splissparzelle

Die im Eigentum der Gemeinde Oedingen stehende Splissparzelle Gemarkung Oedingen, Flur 9, Nr. 697/16, groß 103 qm, ist von dem Schützenverein Oedingen überbaut worden. Es wurde beschlossen, die genannte Parzelle ohne Zahlung eines Kaufpreises an den Schützenverein Oedingen zu übereignen unter der Bedingung, daß ein Wegerecht in genügender Breite für die ein- und Ausfahrt zu dem vorhandenen Feuerwehrgeräteraum im Grundbuch eingetragen wird. Die Kosten der Umschreibung sind vom Schützenverein zu tragen.

 

Quelle: Protokollbuch Gem. Oedingen: 22.11.1949 – 7.10.1952, Seite 48

 

Im Jahre 1952:

 

27.04.1952: Auf Vorschlag von Franz Korte wurde für die Sterbekasse ein eigener Kassenführer, Alfons Beste gewählt.

Es wurde der Vorschlag gemacht, in diesem Jahre auf Schützenfest den Vogel scharf zu schießen. Der Vorstand wurde mit dieser entsprenden Regelung beauftragt.

 

06.06.1952: Fr. Nöcker richtete an alle Vorstandsmitglieder die dringende Bitte, im Interesse der Bruderschaft innerhalb des Vorstandes sachlich und kameradschaftlich zusammen zu arbeiten. Nachdem sich alle dazu bereit erklärt hatten, übergab er die Leitung der Sitzung an den I. Vorsitzenden.

Das Vogelschießen soll sofern Aloys Gödde die Genehmigung erteilt, am Alten Schloß erfolgen. Franz Gödde setzt sich mit Jägern in Verbindung zwecks Überlassung von Jagdgewehren zum Vogelschießen, sofern der Schuß nicht über 0,50 DM kostet, soll mit Breneke Jagdkugeln geschossen weden.

 

18.09.1952: Am 05. Okt soll unter Mitwirkung aller Vereine ein Erntedankfest gefeiert werden. Um 15 Uhr soll ein großer Erntezug durchgeführt werden.

 

Quelle: II. Protokollbuch der Schützenbruderschaft Oedingen

 

 

Im Jahre 1953:

 

14.01.1953: Mit der Feuerwehr wurde eine Vereinbarung über die Nutzung der Halle zum Amtsfeuerwehrfest getroffen.

 

24.08.1953: Es wurde die Durchführung eines Preisschießens beschlossen.

 

Quelle: II. Protokollbuch der Schützenbruderschaft Oedingen

 

Im Jahre 1954:

 

14.03.1954: G. Hegener gab Erläuterungen zu einer evt. geplanten Loslösung von Leverkusen (Schützenbund). Er schlug der Versammlung vor, nach Abklärung der rechtlichen und steuerrechtlichen Seite in Verhandlungen mit Leverkusen über eine Loslösung einzutreten und dann evt. sich dem Kurkölnischen Schützenbund anzuschließen. Pfarrer Rinscheid sprach sich dazu positiv aus.

 

Quelle: II. Protokollbuch der Schützenbruderschaft Oedingen

 

 

Im Jahre 1955:

 

14.04.1955: Es wurde beschlossen, die Mitgliedschaft der Deutschen historischen Schützenbruderschaften per 01.06.1955 in Leverkusen zu kündigen.

 

Quelle: II. Protokollbuch der Schützenbruderschaft Oedingen

 

 

 

Im Jahre 1956:

 

18.11.1956: Schriftführer G. Hegener verlas die vom Vorstand erarbeiteten und zur Annahme empfohlenen Statuten. Es wurde geheim abgestimmt und mit 39 Ja , 12 Nein und 4 ungültigen Stimmen die neuen Statuten angenommen ( Nur 55 Teilnehmer an der G.V.)

Franz Korte schlug vor, noch vor dem Schützenfest eine neue Fahne zu kaufen und erhielt von der Versammlung die Zustimmung. Weiter sollen 20 neue Tisch/Bänke Garnituren in Auftrag gegeben werden

 

Quelle: II. Protokollbuch der Schützenbruderschaft Oedingen

 

Im Jahre 1957:

 

16.05.1957: Eine neue Fahne mit den dazugehörigen Schärpen wurde zum Preise von 1200,- DM von der Bonner Fahnenfabrik gekauft.

 

25.06.1957: Das Festprogramm für das Schützenfest wurde beschlossen . u.a. feierliche Fahnenweihe auf dem Schulhof durch den Präses des Vereins den hochw. Herrn Pfarrer Rinscheid unter Asistenz von Herrn Vikar Lehmenkühler, Festansprache durch den Amtsbürgermeister Herrn Wilh. Biermann.

Festzug durch den Ort unter Mitwirkung der Nachbarvereine Bracht, Cobbenrode und Oberelspe.

Feierliche Fahnenweihe: Die Schützenbruderschaft hat von der Bonner Fahnenfabrik eine neue Fahne mit den dazugehörigen Schärpen zum Preis von insgesamt 1200,-DM gekauft. Die Schützenbruderschaft, die bekanntlich 1844 gegründet wurde, hat somit seine dritte Fahne, die erste Fahne wurde bei der Gründung 1844, die zweite im Jahre ……. , die dritte am heutigen Tage, den 21.07.1957 feierlich geweiht. Auf dem Schulhof waren bei herrlichem Sonnenschein die Nachbarvereine Bracht, Cobbenrode und Oberelspe angetreten. Franz Korte, unser I. Vorsitzende begrüßte alle Vereine u Gäste. Pfarrer Rinscheid unter Assistens von Herrn Vikar Lehmenkühler nahm dann die kirchliche Weihe vor. Dann hielt Amtsbürgermeister Biermann die Festansprache. Er ermahnte alle Schützenbrüder die Ideale der Schützen „Glaube, Sitte, Heimat“ im Vereinsleben immer zu achten und zu ehren. Im Übrigen verlief das Fest in bester Fröhlichkeit und Eintracht.

 

26.08.1957: Für das in der Halle am 08.09. geplante Konzert wurde über die Schenkenverpachtung beraten.

 

Quelle: II. Protokollbuch der Schützenbruderschaft Oedingen

 

Im Jahre 1958:

 

17.06.1958: Es wurde beschlossen die Halle neu mit Eternit einzudecken. Das Kapital soll als Darlehen aufgenommen werden. Der Preis beläuft sich auf

6.250,- DM.

Auf Antrag von Gemeinde Bürgermeister Franz Gödde wird die Halle als Turnhalle für die Schulkinder zur Verfügung gestellt.

 

Quelle: II. Protokollbuch der Schützenbruderschaft Oedingen

 

 

Im Jahre 1959:

 

03.01.1959: Der Musikverein bittet mit Schreiben v. 20.12.1958 um die Überlassung der Halle für den 02.05.1959 für die Veranstaltung eines Musikfestes.

 

12.09.1959: In der Vorstandssitzung wird das Programm des Entedankfestes besprochen. Die Bauernschaft hat sich bereit erklärt, 5 Erntewagen für einen Umzug zu machen.

 

Quelle: II. Protokollbuch der Schützenbruderschaft Oedingen

 

 

Im Jahre 1960:

 

15.06.1960: Die Amtsverwaltung Serkenrode hat mitgeteilt, daß nach Überprüfung durch den Pol. Oberkommissar Assmann vom Polizeipräsidium Dortmund unser Schießstand verworfen worden ist. Der Schießstand muß mit einem Kugelfang versehen werden.

 

04.09.1960: Das Schützenfest hat einen Reingewinn von 380,- DM erbracht. Die Schulden betragen 1548,- DM.

 

Quelle: II. Protokollbuch der Schützenbruderschaft Oedingen

Im Jahre 1961:

 

12.01.1961: Die Vertreter von Sportverein, Kameradschaftsverein, Feuerwehr, und Musikverein nehmen an der Vorstandssitzung teil. Es geht um den Pachtpreis bei Anmietung der Halle für Vereinsfeste.

 

22.01.1961: Der Kassenführer der Sterbekasse Alfons Beste legt sein Amt nieder. Als Nachfolger wird gewählt: Helmut Rademacher. Der Pachtpreis für Vereinsfeste in der Halle wird auf 10% des Schankpachtpreises festgesetzt mindestens 50,-DM unter der Bedingung, daß die Hauptversammlung einer Beitragserhöhung auf 10,- DM je Mitglied zustimmt. Für Teilnehmer am Festzug zu Schützenfest wird ein Zuggeld von 1,-DM gezahlt.

 

11.10.1961: Der Anbau der Schützenhalle wurde vom Vorstand ab 02.10. zu Wohnzwecken an die Arge Buchhagen verpachtet. Gegen die Verpachtung hatte der Musikverein Einspruch eingelegt, da er bereits vorher die Halle für ein Konzert gemietet hatte. Der Einspruch wurde zurückgezogen nachdem Franz Korte sich bei den Herren des Musikvereins, G. Struwe, E. Fleper, H.Rademacher, E.Winkelmyer und Johann Stratmann entschuldigt hatte.

 

28.12.1961: Am Samstag den 12.12.1961 gegen 20.35 Uhr beginnend wurde unsere Schützenhalle ein Raub der Flammen und brannte fast vollständig aus. Trotz tatkräftigem Einsatz der Feuerwehren Oedingen und Finnentrop konnten nur die beiden Anbauten, das zur Straße gelegene Wirtschaftsgebäude und die rückwärtigen Toilettenanlagen gerettet werden. Der große Hallenraum brannte vollständig aus. Auch die Hälfte des Inventars wurde vom Feuer vernichtet.

Die Halle ist mit 22.000,- DM mit gleitendem Neuwert, also 96.800,- DM gegen Feuer versichert. Auch für das Inventar besteht eine Neuwertversicherung von 15.000,-DM .

Die Brandursache konnte bisher nicht einwandfrei geklärt werden, jedoch besteht die Vermutung, daß das Feuer von einem Oelofen ausgegangen ist.

 

Quelle: II. Protokollbuch der Schützenbruderschaft Oedingen

 

 

Im Jahre 1962:

 

17.01.1962: Die Besichtigung der Brandstelle durch Kreisbaumeisster Zöllner hat ergeben, daß auf dem alten Schützenplatz nur eine kleinere Halle wie die abgebrannte errichtet werden könnte.

Für die Bruderschaft besteht die Möglichkeit von Frau Wicker im Wege des Erbaurechtes ein Grundstück von ca 1 1/2 Morgen zu erwerben. Dieses Angebot soll angenomen werden.

 

09.05.1962: Der Verkauf der alten Halle und des Grundstücks soll einen Makler übergeben werden.

Das diesj. Schützenfest soll in einem Lakenzelt gefeiert werden.

Die Westf. Feuersozietät erklärte sich bereit, die Entschädigung auch dann zu zahlen, wenn das neue Gebäude auf einem anderen Grundstück errichtet wird.

 

09.09.1962: G.V. Die alte Halle wurde zum Höchstgebot von 44.000,00 DM an die Fa. Klein + Biermann verkauft. Die Versammlung gab ihr Zustimmung.

Der Plan für die neue Schützenhalle des Architekten Stracke, Eslohe wurde vorgestellt. Die alte Halle hatte ein bebaute Fläche von 750 qm während die neue Halle eine Nutzfläche von 1527 qm haben soll. Gegeüber 420 Sitzplätzen in der alten Halle werden in Zukunft insges. 740 Sitzplätze zur Verfügung stehen.

Die Baukosten sind geschätzt auf 240,000,– DM.

Die geplante Finanzierung:

Eingenkapital der Bruderschaft 124.000,00 DM

Eigenleistung der Mitglieder 260 x 150,- DM 39.000,00 DM

“ je 10 Std. a. 3,00 78.000,00 DM

I.Hypothek 40.000,00 DM

Fehlbetrag 29.200,00 DM

Der Fianzierungsplan wurde mit 136 Stimmen bei 2 Enthaltung angenommen.

 

Quelle: II. Protokollbuch der Schützenbruderschaft

 

 

Im Jahre 1963:

 

08.01.1963: Die Mauerarbeiten für die neue Halle wurden an Wilh. Schulte Oedingen zum Preise von 94.448,- DM vergeben.

Der Kassenbestand der Bruderschaft beträgt 96.014,- DM

 

04.02.1963: Es besteht die Möglichkeit, die Weide vor der neuen Schützenhalle von Frau Wicker anzupachten zum Preis von 100,- DM. Der Pachtvertrag soll mögl. langfristig abgeschlossen werden.

 

12.03.1963: Vergabe von Arbeiten an der neuen Halle

Dachdecker Menzebach Eslohe 12.004,40 DM

Klempnerarbeiten, Franz Biermann Oedingen 2.016,05 DM

Holz 51,28 cbm, Franz Korte 15.060,00 DM

 

05.04.1963: Vergaben von Arbeiten

Zimmerarbeiten, Greitemann, Erflinghausen 7.838,30 DM

 

17.05.1963: Das Richtfest soll am Samstag den 11.05. gefeiert werden.

 

20.06.1963: Vergabe von Arbeiten

Elektroarbeiten, Winkelmeyer + Sohn 3.659,00 DM

Glaserarbeiten, H.Fleper 2.629,00 DM

Plattierungen, Rademacher Cobbenrode 6.430,40 DM

Außenputz, Eberbach Grevenbrück 4.492,00 DM

 

28.07.1963: Der I. Vorsitzende Franz Korte gab bekannt, daß die neue Halle termingemäß zum 09.08.1963 fertig würde. Die Einweihung der neuen Halle kann somit am 11.08.1963 stattfinden. Hegener gab eine Übersicht über die Kosten. Die Bausumme soll mögl. den Betrag von 225.000,- DM nicht überschreiten.

 

22.08.1963: Frau Wicker hat das Weidegrundstück als Erbaugrundrecht angeboten. Der gesamte Erbauzins beträgt danach 400,- DM jährlich.

 

02.10.1963: Lehrer Deimel hat es abgelehnt den Sonderbeitrag zum Bau der Schützenhalle zu zahlen. Rechtsanwalt Steinhoff wird mit der Eintreibung beauftragt.

 

Quelle: Protokollbuch der Schützenbruderschaft

 

Im Jahre 1964:

 

03.01.1964: Vom Amtsgericht Grevenbrück wurde Herr Deimel verurteilt, den eingeklagten Betrag von 110,– DM zu zahlen.

Frau Wicker hat den Erbauzins in Höhe von 400,- DM dem Franziskus Xaveriusverein auf 99 Jahre durch Schenkungsvertrag geschenkt.

 

03.02.1964: Zu Großsonntag sollen die Geschwister Leißmann für einen Honorarpreis von 600,- DM verpflichtet werden.

 

15.01.1964: G.V. Schlußbericht über die Kosten der Schützenhalle:

Baukosten 243.337,72 DM

Einnahmen 173.162,45 DM

“ aus Schützenkonto 10.602,34 DM

Schulden der Bruderschaft 49.572,93 DM

In dem Betrage von 10602,- DM sind z.T. noch Beträge aus den Sonderleistungen der Mitglieder enthalten.

Korte gab bekannt, daß die Bruderschaft jährlich mit 12.300,-DM Kosten zu rechnen habe.

Zur Finanzierung wurden mehrere Vorschläge gemacht:

  1. Vorstand: Mitgliedsbeitrag 12,- DM, Pacht für Vereine 40% der Schenkenpacht.
  2. Mitglieder: Mitgliedsbeitrag 15,- DM, Pacht für Vereine 30% der Schenkenpacht

Vorschlag 2 wurde mit Mehrheit angenommen.

 

31.08.1964: Mit Wirkung v. 11.01.1964 tritt die Schützenbruderschaft dem Kreisschützenbund Olpe bei.

 

Quelle: Protokollbuch der Schützenbruderschaft

Im Jahre 1965:

 

05.01.1965: Der Vorstand beschließt die Anschaffung von 30 Garnituren Tische und Bänken.

 

17.01.1965: G.V. Der Kassenbestand der Bruderschaft beträgt 4.257,- DM. Die I. Hypothek beläuft sich auf 45.000,- DM.

Für den ausscheidenden Schriftführer Gerhard Hegener wird Hubert Hesse gewählt.

Pastor Drenhaus stellte den Antrag, beim Kreisschützenbund prüfen zu lassen, ob der jeweilige Pfarrer stimmberechtigtes Mitglied im Vorstand der Bruderschaft sei.

Gerhard Hegener trug den Schlußbericht über die Kosten des Baus der Schützenhalle vor. Die Kosten beliefen sich insgesamt auf 243.278,69 DM. Die Einnhamen einschl. einer Hypothek in Höhe von 50 Tsd. DM beliefen sich auf 240.728,69 DM.

 

22.04.1965: Franz Korte verlas den Brief von Diözesanpräses Dünnebacke. Der Präses wird danach zu allen Vorstandssitzungen eingeladen.

 

11.09.1965: Außerordentliche G.V. Für die Anschaffung einer Heizungsanlage soll jedes Mitglied noch einmal 30,- DM aufbringen. Die Versammlung stimmte mit Mehrheit zu.

 

15.11.1965: Beschluß die Heizungsanlage zum Preis von 13.017,- DM bei der Firma Giebel, Bruch + Co, Freudenberg in Auftrag zu geben.

Frau Wicker hat gebeten, ihr von dem vorderen Erbbaugrundstück oben, rechts ein Baugrundstück zur Verfügung zu stellen. Der Vorstand stimmte dem zu.

 

Quelle: Protokollbuch der Schützenbruderschaft

 

 

Im Jahr 1965:

 

Ratssitzung 23.08.1965:

Den vorliegenden Anträgen auf Erlaß der Vergnügungssteuer

  1. a) Schützenbruderschaft St. Burkhardus in Oedingen vom 27. Juli für das diesjährige Schützenfest in Höhe von 200,50 DM
  2. b) der Bundeswehr, Flakraketenbataillon Oedingen, vom 12. August für den Manöverball in Höhe von 22,05 DM

wurde entsprochen.

 

Quelle: Protokollbuch Gemeinde Oedingen: 1964 – 1969, Pt. 7 a

 

 

Im Jahre 1966:

 

Ratssitzung 23.08.1966:

 

Heizung der Schützenhalle in Oedingen für den Turnunterricht

Die Schützenbruderschaft St. Burkhardus in Oedingen hat für die Benutzung der Schützenhalle für den Turnunterricht der kath. Volksschule einen Zuschuß zu den Heizungskosten in Höhe von jährlich 200,– DM beantragt.

Die Gemeindevertretung beschloß einstimmig, der Schützenbruderschaft einen Zuschuß zu den Heizungskosten zu zahlen. Die Höhe des Zuschusses soll aufgrund der Turnstunden in einer späteren Sitzung festgelegt werden.

 

Quelle: Protokollbuch Gemeinde Oedingen: 1964 – 1969, Pt. 6

 

 

Im Jahre 1966:

 

Ratssitzung 16.5.1966:

Benutzung der Schützenhalle in Oedingen für den Turnunterricht der kath. Volksschule in Oedingen

Die Schützenbruderschaft St. Burkhardus, Oedingen, verlangt für die Benutzung der Schützenhalle in Oedingen durch die kath. Volksschule eine Entschädigung von 500,– DM und für die Benutzung der Heizung während der Turnstunden eine jährl. Entschädigung von 200,– DM.

Die Gemeindevertretung beschloß einstimmig, die Entschädigung für die Benutzung der Schützenhalle in Höhe von 500,– DM an die Schützenbruderschaft auszuzahlen. Die Entscheidung über die Entschädigung für die Benutzung der Heizung stellte die Gemeindevertretung zurück.

 

Quelle: Protkollbuch Gemeinde Oedingen: 1964 – 1969, Pt. 10 g

 

 

Im Jahre 1966:

 

06.02.1966: G.V. Für Hubert Hesse wurde zum neuen Schriftführer Gerhard Struwe gewählt.

Aloys Müller stellte den Antrag, aus den kleineren Vereinen ein Mitglied in den Vorstand der Bruderschaft aufzunehmen, dies wurde mit Mehrheit abgelehnt.

 

Quelle: Protokollbuch der Schützenbruderschaft

 

 

Im Jahre 1967:

 

22.01.1967: G.V. Zum 2. Vorsitzenden wurde für Hubert Fleper der Schützenbruder Alfons Böhmer gewählt. Für den ausscheidenden Kassenführer Karl Schäfers wurde Josef Korte gewählt. Als 1. Leutnant wurde Reinhard Korte gewählt.

Auf Antrag von Gerhard Struwe wurde der Mitglieds-Beitrag auf 15,- DM belassen, die Freikarte für die Ehefrauen und Bräute der Schützenbrüder aber gestrichen.

Es wurde beschlossen, die Vogelstange in die Bausmecke zu verlegen.

 

Quelle: Protokollbuch der Schützenbruderschaft

 

 

Im Jahre 1968:

 

27.01.1968: G.V. Es wurde beschlossen, von jedem Schützenbruder noch einmal

50,- DM zu erheben für die Finanzierung der Schützenhalle.

Josef Haite stellte den Antrag, das Alter der Ehrenmitglieder von 60 auf 65 Jahre zu erhöhen. Der Antrag wurde abgelehnt.

Josef Haite (Weingarten) stellte den Antrag einen Jungschützenzug zu gründen. 4 Schützenbrüder wurden beauftragt , sich mit der Gründung zu befassen.

 

23.11.1968: Außerordentliche GV. Ein Jubelfest soll im Jahre 1969 gefeiert werden.

 

Quelle: Protokollbuch der Schützenbruderschaft

 

 

Im Jahre 1969:

 

04.10.1969: Außerordentliche G.V. Korte begrüßte den König und ersten Jungschützenkönig.

Der I. Vorsitzende Franz Korte trat von seinem Amt zurück. Alfons Böhmer dankte ihm und betonte, daß Korte seit 1931 dem Vorstand der Bruderschaft angehöre und davon 20 Jahre deren I. Vorstizende sei. Einstimmig wurde er als Ehrenvorsitzender gewählt. Zum neuen I. Vorsitzenden wurde Johannes Köster gewählt.

Zum neuen Kassenführer wurde gewählt: Ludwig Stöcker

 

Quelle: Protokollbuch der Schützenbruderschaft

 

 

Im Jahre 1971:

 

07.02.1971: Für den ausscheidenden 2. Vorsitzenden Alfons Böhmer wurde Paul Heimes gewählt.

Für den ausscheidenden Hauptmann Reinhard Korte wurde August Esleben gewählt.

Eine neue Satzung wurde verabschiedet.

 

Quelle: Protokollbuch der Schützenbruderschaft

 

 

Im Jahre 1973:

 

27.01.1973: Der Hauptmann August Esleben wurde zum Major befördert.

 

Quelle: Protokollbuch der Schützenbruderschaft

 

 

Im Jahre 1974:

 

02.03.1974: Beschlossen wurde der Umbau der Theke und der Toilettenanlage. Der Kostenvoranschlag beläuft sich auf 29.475,- DM.

 

Quelle: Protokollbuch der Schützenbruderschaft

 

 

Im Jahre 1975:

 

02.03.1975: G.V. Der I. Vorsitzende, Johannes Köster lehnte eine Wiederwahl ab. Gewählt wurde dafür als Vorsitzender, Gerhard Struwe.

Als Schriftführer für Gerh. Struwe wurde Gerhard Arens, gewählt.

 

25.04.1975: Zu Schützenfest soll am Samstag gegen 1 Uhr auf dem alten Schulhof der Abend mit einem Zapfenstreich und Feuerwerk beendet werden.

 

29.10.1975: Für Sonntag den 09.11. soll von der Bruderschaft wieder ein Martinszug für die Kinder organisiert werden.

 

12.11.1975: Am 29.11. sollen die älteren Mitbürger zu einem Altentag in die Halle eingeladen werden.

 

Quelle: Protokollbuch der Schützenbruderschaft

 

 

Im Jahre 1976:

 

22.02.1976: G.V. Beschlossen wurde die Anschaffung von weißen Hosen für die Schützenbrüder .

 

29.12.1976: Gerhard Struwe regte eine bessere Zusammenarbeit der Vereine des Ortes an. Er schlug vor:

An jedem I. Sonntag des Monats sollen sich die Vorstände der Vereine, die Stadtverordneten und sonst. Interessenten zu einem Vereinsfrühschoppen nach dem Hochamt in einer Gaststätte treffen. Dazu einladen wird der Vorstand der Schützenbruderschaft.

 

Quelle: Protokollbuch der Schützenbruderschaft

 

 

Im Jahre 1977:

 

19.01.1977: Der Vorstand beschließt die Anschaffung einer Lautsprecheranlage in der Halle. Es liegt ein mündliche Angebot einer Kölner Firma in Höhe von ca. 8.000,- DM vor.

 

06.02.1977: G.V. Die Anschaffung einer Lautsprecheranlage wird beschlossen. Pastor Drenhaus stiftete dazu spontan 500,- DM

 

20.10.1977: Der Vorstand beschließt der Hauptversammlung vorzuschlagen, das Schüteznfest in anderer Form und zwar von Freitag bis Sonntag zu feiern.

 

Quelle: Protokollbuch der Schützenbruderschaft

Im Jahre 1978:

 

26.02.1978: Es wurde beschlossen, ab 1979 das Fest von Freitag – Sonntag zu feiern.

 

Quelle: Protokollbuch der Schützenbruderschaft

 

 

Im Jahre 1980:

 

03.02.1980: G.V. Als besondere Ausgabe erwähnte der Kassenführer den Neubau der Vogelstange mit Kosten von 3.370,48 DM.

Die Anregung, in Zukunft im Anschluß an die Hauptversammlung die Frauen der Mitglieder einzuladen, wurde mit 107 Nein Stimmen bei 11 Ja Stimmen abgelehnt.

 

Quelle. Protokollbuch der Schützenbruderschaft

 

 

Im Jahre 1981:

 

21.02.1981: Als größten Ausgabeposten des vergangenen Jahres bezeichnete der Kassenführer Ludwig Stöcker die Befestigung des Hallen Vorplatzes mit

13.133,- DM.

 

Quelle: Protokollbuch der Schützenbruderschaft

 

 

Im Jahre 1983:

 

19.02.1983: Von der Versammlung angenommen wurde der von Manfred Fleper entworfene Plan für den Umbau der Bühne, Theke und Erneuerung der Beleuchtung. Weiter soll eine Abtrennung des zum Lüttenberg liegenden Sitzbereichs durch den Einbau von Rolläden ermöglicht werden.

 

Quelle: Protokollbuch der Schützenbruderschaft

 

 

Im Jahre 1984:

 

28.01.1984: Eine neue Satzung und Geschäftsordnung wurde beschlossen.

 

Quelle: Protokollbuch der Schützenbruderschaft

 

 

Im Jahre 1986:

 

14.03.1987: Der 2. Vors. Paul Heimes lehnte eine Wiederwahl ab. Gewählt wurde dafür Ludwig Stöcker. Als Kassenführer wurde Allo Gödde gewählt.

 

Quelle: Protokollbuch der Schützenbruderschaft

 

 

Im Jahre 1988:

 

28.02.1988: Außerordentliche G.V.: Beschlossen wurde der Einbau eines neuen Holzfußbodens auf der Tanzfläche. Weiter soll der gesamte Betonboden im Erdgeschoß und die Treppenanlage mit Steinzeugfliesen ausgelegt werden. Die Kosten dafür beliefen sich auf 48.556,-DM.

 

15.11.1988: G.V.: Der ausscheidende Major August Esleben wird zum Ehrenmajor ernannt. Günter Höfner wird als Hauptmann gewählt.

 

Quelle: Protokollbuch der Schützenbruderschaft

 

 

Im Jahre 1991:

 

19.11.1991: G.V.: Für den ausscheidenden Schriftführer Gerh. Arens wurde Josef Rüther gewählt.

Die Versammlung beschließt die Neugestaltung des Schützenplatzes. Die Kosten belaufen sich lt. Kostenvoranschlag auf 157.000,- DM. Die Finanzierung soll erfolgen über:

Zuschuß der Lennestadt 80.000,- DM

Barmittel des Vereins 40.000,- DM

Eigenleistung 47.000,- DM

Auf Vorschlag von Gerh. Arens wurde die Beitragsfreistellung der Mitglieder im Alter von 60-65 Jahren aufgehoben.

 

Quelle: Protokollbuch der Schützenbruderschaft

 

 

Im Jahre 1993:

 

17.11.1993: G.V.: Satzung und Geschäftsordnung werden geändert

Der I. Vorsitzende Gerh. Struwe stellt sich nicht erneut zur Wahl. Er wird als Ehrenvorsitzender gewählt. Für ihn gewählt wird Josef Rüther. Als Schriftführer wird Hubert Rabe gewählt.

 

Quelle: Protokollbuch der Schützenbruderschaft

 

 

Im Jahre 1998:

 

Um den aufkommenden Lärmbeschwerden aus der Halle zu begegnen, aber auch die veraltete Fensteranlage zu erneuern beschließt der Vorstand, im Zuge der geplanten Hallenumbaumaßnahme eine moderne Schallschutzfensteranlage in Teile der Halle einzubauen. So wird in der Halle der östliche Fensterbereich und der Eingang sowie die Fensterfront zum Dorf hin entsprechend erneuert.

 

 

Im Jahre 1998:

 

Mit großer Zustimmung der Mitglieder beschließt der Verein und Vorstand, die Toilettenanlage umzubauen und einen Speisesaal, auch nutzbar für kleinere Veranstaltungen, zu bauen. Um die Maßnahme zu finanzieren sind neben den angesparten Mitteln auch Sonderzahlungen der Mitglieder zu leisten. So zahlt jeder Schützenbruder eine Umlage von 400,– DM. Die Gesamtkosten der

Umbaumaßnahme belaufen sich auf über 550.000,– DM.

 

 

 

Die Chronik wird weiter laufend aktualisiert.

 

Lennestadt, 03.08.2003