Quelle: LOKALPLUS

Lenhausen/Kreis Olpe. Zu einer eindrucksvollen Sympathiebekundung wurde die Wahl des Kreisobersten bei der Delegiertenversammlung des Kreisschützenbundes (KSB) am Freitag, 17. März, in der Schützenhalle in Lenhausen. Einstimmig bestätigten die Abgesandten der 72 Mitgliedsvereine Kreisoberst Markus Bröcher für eine weitere – seine dritte – Legislaturperiode.

Mit dem Einmarsch von Kreisstandarte und Fahnenabordnung der ausrichtenden St.-Anna-Schützenbruderschaft begann die mehr als dreistündige Veranstaltung, begleitet durch den Feuerwehrmusikzug Bamenohl.

In seiner Einleitung erinnerte Markus Bröcher an das Jubiläumsjahr „100 Jahre KSB Olpe“ und dessen Gründung am 8. Juli 1923. Das Hundertjährige wird am 29. April mit einem Kommers auf dem Olper Ümmerich gefeiert. Lenhausen bekannter macher

Ist der Kommers eine geschlossene Veranstaltung, so krönt für die mehr als 35.000 Schützenbrüder und -schwestern das Kreisschützenfest vom 22. bis 24. September in Lenhausen das „offene“ Schützenjahr.

André Zepke, Vorsitzender des Gastgebers, räumte ein, dass es angesichts der immensen Kostensteigerungen von 2018 bis heute Diskussionen und Fragestellungen wie „Haben wir genügend Helfer und Sponsoren? Reichen die Mittel“? gegeben habe.

Zepke: „Aber es war uns allen klar: Wir wollen das! Wir haben uns 2018 beworben, um die Gemeinschaft im Ort weiter zu stärken und und unsere Schützenbruderschaft sowie den Ort Lenhausen im Kreis noch bekannter und beliebter zu machen.“

Logo von harpo

Diese Gemeinschaft und Verbundenheit drückt auch das von Vorstandsmitglied Achim Schnell entworfene Schützenfest-Logo aus, das aus acht Komponenten – dem Kreis und seinen sieben Kommunen – sowie 72 einzelnen Teilen, besteht. „Wir wollen allen ein guter und sympathischer Gastgeber sein unter dem Motto ,Willkommen bei Freunden`“, lud Zepke zum Kreisschützenfest ein. Kritik an Verschärfung des Waffenrechts

In ihren Grußworten bekannten sich MdB Florian Müller, MdL Jochen Ritter, Landrat Theo Melcher und Finnentrops Bürgermeister Achim Henkel sowie Schützenpräses Dechant Andreas Neuser zum Schützenwesen; Müller nannte den KSB „das Herz des Ehrenamtes im Kreis Olpe“.

SSB-Oberst Martin Tillmann aus Bilstein wehrte sich in seinem Grußwort gegen die „populistische Forderung nach einer weiteren Verschärfung des Waffenrechts zum Nachteil der Schützenvereine“ nach dem Amoklauf von Hamburg. Tillmann: „Wir haben seit 2000 ein verschärftes Waffenrecht.“ Taten wie die genannte seien auch durch eine weitere Restriktion nicht zu verhindern.

In ihren Jahresberichten für 2022 zogen Markus Bröcher und Geschäftsführer André Arenz eine positive Bilanz. Trotz der bekannten Probleme seien alle Schützenfeste gefeiert worden, „ohne Hygienekonzepte“.

Bildergalerie starten

Der Kreisoberst zog eine positive Bilanz des Schützenjahres 2022.

Der KSB weicht von seiner Platzgarantie in Festzelten für die Teilnehmer an Kreisschützenfesten ab. Ausgehend von 4.000 Teilnehmern, wird der Platzbedarf zukünftig für 3.000 berechnet, eine nicht unerhebliche finanzielle Entlastung für die Ausrichter: „Wir wollen mehr Stehtische“, so Kreisschatzmeister Markus Brüggemann.

Einhellig segnete die Versammlung auch Brüggemanns Vorschlag ab, den Mitgliedsbeitrag für den KSB ab 2024 um 5 Cent zu erhöhen, von den 2 direkt an den Sauerländer Schützenbund (SSB) weitergereicht werden. Weitere Wahlen

Thorsten Stachelscheid, Vorsitzender des Schützenvereins Meggen, ist neuer 2. Kreisgeschäftsführer, die Funktion des Kreismedienbeauftragten erfüllt ab sofort Patrick Henze (Schützenverein Welschen Ennest).

Neues Beiratsmitglied für die Gemeinde Kirchhundem ist Peter Hatzfeld vom Schützenverein Benolpe. Hatzfeld tritt die Nachfolge von Johannes Behle (Schützenverein Kirchhundem) an, der dieses Amt seit 2008 inne hatte. Behle wurde mit dem KSB-Wappenbild und lang anhaltendem Beifall verabschiedet.

Info

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert