| Grüße zum Fest

1. Vorsitzender Tim Bergsieker

Liebe Schützen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Festbesucher!

Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme!

Unter dem diesjährigen Motto möchte ich euch, liebe Schützenbrüder, Oedinger und Gäste zu unserem großen Jubiläumsschützenfest begrüßen.

Was einst vor 175 Jahren zur Abschaffung der Winkeltänze und zur Stärkung der Dorfgemeinschaft des Kirchspieles Oedingen mit dem ersten Schützenfest im Jahr 1844 begann, möchten wir auch heute immer noch unter anderen Voraussetzungen und neuen Gegebenheiten im Impuls der Zeit mit viel Elan  und neuen Innovationen rund um das Fest der Feste fortsetzen.

Wie schon der englische humanistische Autor der Renaissance Thomas Morus einst sagte: „Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme“, von daher freut es mich besonders, dass ich Sie alle in diesem Jahr zum 175 jährigen Jubiläumsschützenfest herzlich begrüßen darf, welches auch im 50 jährigen Bestehen der Stadt Lennestadt liegt, dessen Stadtpatron ebenfalls Thomas Morus ist.

Was soll das eigentlich jetzt für uns bzw. für Sie, liebe Gäste, bedeuten?

Nicht Halten der Asche, sondern Weitergeben der Flamme?

Die Bruderschaft möchte nicht nur die Grundsätze, die vor 175 Jahren beim ersten Schützenfest und Gründung des Vereins geschaffen wurden, einfach weitergeben. Nein, Flamme weitergeben bedeutet zeitgemäße Erneuerungen schaffen, Inspirationen wecken, immer wieder neue Generationen und gesellschaftliche Schichten zusammen führen, die Dorfgemeinschaft stärken und Gäste empfangen.

Und somit die Freuden des Lebens und des menschlichen Miteinanders immer wieder auffrischen und diese an die kommenden Generationen flammend weiterzugeben.

Von daher freut es mich besonders, gerade im Jubiläumsjahr, dass wir wieder eine sehr stark wachsende engagierte Jungschützenabteilung im Verein und unserem Ort Oedingen haben, wo man mit Stolz drauf schauen kann.

Besonders in diesem Jahr möchte ich bzw. wir, der Vorstand, die Oedinger Bewohner einladen, die schon lange oder gar noch nie am Schützenfest teilgenommen haben: „Gebt Euch einen Ruck, schaut vorbei und lasst Euch anstecken von der Begeisterung in einer großen Gemeinschaft zu feiern und somit ein Stück der Flamme zu werden“.

Aber nicht nur die Schützenbrüder und Oedinger machen dieses Fest aus, sondern auch unsere Gäste und Gastvereine, die wir in diesem Jahr bezüglich unseres Jubiläums, nicht nur wie sonst am Freitag empfangen, nein auch am Sonntag zum großen Festzug.

Ihr alle tragt dazu bei, dass diese Flamme immer größer und heller leuchten kann.

Ich möchte mich an dieser Stelle, wie in jedem Jahr, ganz herzlich bei unseren  Hauptakteuren, den amtierenden Majestäten, für ein tolles Schützenfestjahr bedanken.

Der kleinste und jüngste unserer Majestäten, unser Kinderschützenkönig, Simon Schulte, Enkel unseres Ehrenmajors Günther und Sohn unseres Schützenbruders Tobias hat mit einer sehr bemerkenswerten Erfurcht und Stolz dieses Amt ausgeführt, dass es eine große Freude war ihm dabei zuzuschauen. Simon, dir mein herzlichster Dank dafür und vielleicht motivierst du deinen Vater und deine Mutter mal das Majestätenamt bei den Schützen umzusetzen.

Unsere nächste Majestät ist unser Jungschützenkönig Nicolas Linn, der auch schon mal vor ein paar Jahren Kinderkönig war. Nicolas, ich glaube du wolltest gar nicht zwingend Jungschützenkönig werden, doch dann fiel auf einmal der Vogel aus dem Kasten. Aber nach dem ersten Schock hast du dich riesig gefreut. Nicolas ist nicht nur Jungschützenkönig, nein auch Jungschützenzugführer und Vorstandsmitglied. Wir, der Vorstand finden es Klasse, wie du die Jungschützenabteilung wieder lebendiger und aktiver gemacht hast. Bitte bleib daran und macht weiter so …… ihr seid unsere Zukunft.

Jetzt kommt ein König, dem die Bruderschaft größten Respekt und Dank zollen muss. Er hatte den Mumm in den Knochen, nachdem keiner mehr schießen wollte, nicht die Flinte ins Korn zu schmeißen, sondern aktiv zu werden und nach Rücksprache mit seiner Königin unter die Vogelstange zu gehen und noch zwei weitere Bewerber zu motivieren. Letztes Jahr noch Jungschützenkönig und jetzt König, lieber Henric Rademacher, dir und deiner bezaubernden Königin Hanna Schenk unseren aufrichtigsten Dank. Ihr beiden ward ein absolutes tolles Königspaar und habt bei allen Veranstaltungen mit eurem Hofstaat grandiose Stimmen verbreitet und Oedingen, sowie die Schützenbruderschaft hervorragend repräsentiert.

Nun kann ich nur sagen, scheiden tut weh, aber ich bzw. wir müssen sie gehen lassen. In diesem Jahr endet die Ära von unserem Kaiserpaar Ferdi und Dorothee Müller. Ihr beiden habt in den letzten fünf Jahren so einen tollen und unermüdlichen  Repräsentanten-Job gemacht, was man nur mit ganz große Klasse bezeichnen kann und was mit Sicherheit nicht als selbstverständlich hinzunehmen ist. Ich möchte an dieser Stelle nochmal meinen herzlichsten Dank euch beiden aussprechen und lasst uns die Zeit bis zu Entthronisierung noch genießen.

Einen besonderen Schützengruß sende ich an alle unsere Schützenbrüder und  Oedinger, die gerne mit uns feiern würden, aber leider aus gesundheitlichen oder familiären Gründen verhindert sind. Euch wünsche ich baldige und vollständige Genesung und alles erdenklich Gute und freue mich schon jetzt, wenn ich euch im nächsten Jahr wieder begrüßen darf.

Mit großer Vorfreude auf die neuen Majestäten im 175 jährigen Jubiläumsjahr, lasst uns alle miteinander und füreinander diese freudigen Schützenfesttage genießen und die Flamme der Tradition weiter nach vorne tragen.

Mit Schützengruß Euer
1. Vorsitzender Tim Bergsieker